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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



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Sergej Prokofjew, Dmitri Schostakowitsch

Cellokonzert op. 58, Cellokonzert op. 107 u.a.

Steven Isserlis, hr-Sinfonieorchester, Paavo Järvi

Hyperion/Note 1 CDA68037
(65 Min., 7 & 12/2013)

Zu den modernen Klassikern des Cello-Repertoires gehören die beiden Cellokonzerte von Dmitri Schostakowitsch sowie die Sinfonia concertante von Sergej Prokofjew. Aber was ist mit seinem e-Moll-Konzert op. 58? Merkwürdigerweise hört man dieses Werk, das sich für den Komponisten als extrem schwere Geburt herausstellte, nur allzu selten. Dabei fehlt es dem 1938 in St. Petersburg uraufgeführten Cellokonzert einfach an nichts. Die Cellostimme zieht von jäh bis brillant, von grell bis wild kreiselnd, von brutal bis sanft alle Register. Und auch der Orchestersatz ist mit seinen ständigen Neu- und Unbelichtungen, seinem spannungsvollen Austausch zwischen kammermusikalischer Einkehr und großorchestraler Attacke nichts fürs leichte Schultern. Ein tolles Ding, dieses Stück! Und seine Vorzüge und Abgründe weiß der englische Meistercellist Steven Isserlis mit dem sagenhaft von Paavo Järvi eingestellten und vorangepeitschten hr-Sinfonieorchester noch zu potenzieren. Keine Sekunde der Langeweile kommt daher in den rund 36 Minuten auf. Im Gegenteil: Gegen Ende klammert sich ein schauerliches Lamento-artiges Gebilde an den Zuhörer – bevor das Düstere ins stampfende Dämonische umkippt und Prokofjew dazu Kastagnetten wie Skelettknochen klappern lässt.
Unter Starkstrom wird selbstverständlich auch das 1. Cellokonzert von Schostakowitsch gesetzt, das wie das nachfolgende Zweite für Mstislaw Rostropowitsch komponiert wurde. Und mit welcher Energie da die gesamte Bandbreite von burlesk bis parodistisch, von derb bis motorisch furios, aber so gar nicht aufgedonnert geboten wird, ist schon Maßstäbe setzend. Als Kehraus präsentiert Isserlis dann noch einen kleinen, von Gregor Piatigorsky bearbeiteten Prokofjew-Marsch, der ab sofort ebenfalls zu den modernen Klassikern des Cello-Repertoires zählt. Vorausgesetzt, er wird so gespielt wie hier.

Guido Fischer, 02.05.2015



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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