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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



Wagner hatte er noch für Decca abgehandelt, zum Start bei Sony nahm sich Jonas Kaufmann Verdi vor, jetzt folgt „The Puccini Album“. Sehr zur Freude seines alten Labels, das diese Veröffentlichung für eine schäbige Mitnahmepolitik nutzt und die Verismo-CD von 2010 als „The Age Of Puccini“ in neuer Gewandung auf den Markt wirft. So gilt es für den Fan, sich nicht täuschen zu lassen und zur echten Neuheit zu greifen. Die vereint alle großen Tenorpartien des Komponisten, wenn auch nicht alle Arien der jeweiligen Helden. Dafür finden sich noch zwei Duette aus „Manon Lescaut“ und „La bohème“, in denen Kristine Opolais allerdings wieder einmal erschreckend vor Ohren führt, wie nachhaltig sie sich mit ihrer überwältigenden Münchner Rusalka die Stimme ruiniert hat.
Kaufmann ist stets an differenzierter Gestaltung gelegen, auch steht er mit dem Italienischen auf vertrautem Fuß, auf vokaler Seite ist allerdings oft ein Zuviel an (wenn auch sicherer) Kraft zu vermelden, wodurch seine Darbietungen nicht besonders farbenreich sind. Er schreibt zwar im Booklet über die aktweise Entwicklung vom Lyrischen zum Dramatischen bei Des Grieux, stemmt jedoch schon bei „Donna non vidi mai“ ganz gewaltig. Jede Rolle wird bei ihm zu einer Heldentenorpartie, stellenweise klingt er wie Mario Del Monaco – und das ist kein Kompliment. Dazu gesellt sich das altbekannte Kaufmann-Problem des hauchigen, brüchigen Pianos. Ein Piano ist nun einmal kein zurückgenommenes Forte, es muss anders angesetzt und gebildet werden.
Auch wenn diese Anmerkungen sehr kritisch klingen: Es gibt eine Menge zu genießen auf dieser CD, Highlights sind sicher die beiden Szenen aus „La fanciulla del West“. Auf die Bonus-DVD der sogenannten Deluxe-Edition kann man getrost verzichten, sie enthält einen siebenminütigen Promoclip in drei Sprachen (immerhin von Kaufmann selbst gesprochen) und Ausschnitte von zwei gerade erschienenen DVD-Mitschnitten.

Michael Blümke, 12.09.2015



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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