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N° 1219
18. - 24.09.2021

nächste Aktualisierung
am 25.09.2021



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Robert Schumann, Trygve Madsen, Leopold Mozart

Konzertstück F-Dur für vier Hörner und Orchester op. 86, Sinfonia concertante für vier Hörner und Orchester op. 153, Sinfonia di caccia G-Dur „Jagdsinfonie“

german hornsound, Bamberger Symphoniker, Michael Sanderling

GENUIN/Note 1 GEN 15370
(49 Min., 12/2014)

Mit vollem Recht nannte Robert Schumann sein Konzertstück für vier Hörner und Orchester eine seiner „besten Sachen“ – doch gespielt wird dieses romantische Juwel viel zu selten. Bindet man das Stück in ein Programm mit reiner Orchestermusik ein, bleiben die vier benötigten hervorragenden Solisten unterbeschäftigt und will man es mit Werken der gleichen Besetzung kombinieren, muss man tief im Fundus der Musikgeschichte wühlen und am besten auch noch ein neues Werk in Auftrag geben, um einen Abend oder eine CD zu füllen. Das profilierte Hornquartett „german hornsound“ hat sich natürlich für die letztere Option entschieden, und auch wenn an Schumanns Wurf nichts heranreicht, ist das Ergebnis durchaus stimmig. Leopold Mozarts „Jagdsinfonie“, die mit ihren eingebauten Büchsenschüssen oft allzu leichtfertig als bloßer krachlederner musikalischer Spaß gegeben wird, profitiert von dem sehr eleganten und geschmeidigen „Hornsound“, an dem die vier Virtuosen bei allem Schwung auch hier festhalten. Die abschließende Sinfonia concertante, die das Ensemble bei dem Norweger Trygve Madsen zum Richard-Strauss-Jubiläum 2014 in Auftrag gab, bietet ebenfalls durchaus schwung- und niveauvolle musikalische Unterhaltung, wobei man stilistisch statt an Strauss noch eher an die Hollywoodpartituren Korngolds und seiner besseren Nachfolger erinnert wird. Dass Tiefe und Abgründigkeit auch zur Romantik des Hornklangs gehört, vermittelt aber nur Schumanns Konzertstück – und das, obwohl Solisten und Orchester die eingestreuten geisterhaften Momente nicht überdramatisieren, sondern sie vielmehr als eher subtilen Kontrast zu dem inspirierten, schlackenlos reinen und in brillanten Farben leuchtenden Vortrag wirken lassen.

Carsten Niemann, 12.12.2015



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