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N° 1219
18. - 24.09.2021

nächste Aktualisierung
am 25.09.2021



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Dietrich Buxtehude, Johann Pachelbel, Johann Sebastian Bach u.a.

Ton Koopman an der Zacharias Hildebrandt-Orgel Lengefeld (Orgelwerke)

Ton Koopman

Challenge/News Arts International 05711147
(70 Min., 9/2015)

Selbst für weitgereiste Orgelexperten wie Ton Koopman gibt es immer noch so manch verblüffende Entdeckungen zu machen. So war er ziemlich erstaunt, als er von einer frisch restaurierten Orgel im Erzgebirge hörte, in der immerhin sieben Originalregister aus dem 17. Jahrhundert verbaut wurden. Prompt machte er sich auf ins ehemalige Bergwerkstädtchen Lengefeld, nahm das aus der Werkstatt von Zacharias Hildebrandt stammende Instrument von 1726 in Augenschein und unterzog es auch für CD einem exemplarischen Praxistest. Neben Bach, Buxtehude und Sweelinck hatte Koopman Werke von Pachelbel (Ciacona d-Moll), Johann Gottfried Walther (u.a. ein Concerto nach Albinoni) sowie zwei Choralbearbeitungen von Gottfried August Homilius mit im Gepäck. Unter dem Strich bestens vertrautes Repertoire aus der Blütezeit des deutsch-niederländischen Barockorgelspiels also. Und als Rahmenstücke erklingen jetzt mit Buxtehudes Toccata F-Dur BuxWV 157 sowie Bachs Passacaglia c-Moll BWV 582 zwei Meisterwerke, bei denen gnadenlos die Schwächen, andererseits aber auch die Vorzüge einer Orgel aufgedeckt werden. Aber die glänzend zwischen 2010 und 2014 aufpolierte, von denkmalpflegerischer Klangpatina gereinigte Zacharias-Orgel macht trotz ihrer zwangsläufig eher kammermusikalischen Anlage nicht nur im Plenum was her. Das nuancenreich dargestellte Farbspektrum ist so breit angelegt, dass sich das Instrument von beschwingter Pracht bis hin zum ergreifenden Tiefsinn wunschlos glücklich profilieren kann. Und welche intimen und strengen Klangräume sich mit ihr beschreiten, reflektieren lassen, unterstreicht Koopman nicht zuletzt mit einer d-Moll-Fantasie seines Landsmannes Jan Pieterszoon Sweelinck.

Guido Fischer, 28.05.2016



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