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Napoléon-Henri Reber

Trios Nr. 2, 4 & 6

Trio Elégiaque

Timpani/Note 1 TIM1C1239
(63 Min., 12/2015)

Putzmunter und quicklebendig ist die Kammermusik von Napoléon-Henri Reber, zudem sowohl melodisch wie auch harmonisch voller reizender Einfälle. Das Trio Elégiaque lässt sich von diesen mehr als dankbaren Partituren zu virtuosem und expressivem Spiel inspirieren: Behände und mit merklicher Freude am problemlosen musikalischen Fluss galoppiert man miteinander durch die schnellen Sätze, mit rührender Gefühlsfülle gestaltet vor allem die Cellistin Virginie Constant so manche schmachtende Kantilene in den langsameren Sätzen.
Reber wurde 1807 im südelsässischen Mühlhausen geboren und fand schnell seinen Weg nach Paris, wo er am Konservatorium u.a. bei Reicha studierte und später am selben Institut auch Lehrer wurde. Seine Musik weist eine fruchtbare Verbindung von klassischen und frühromantischen Elementen auf, wodurch sie in ihrer grundsätzlichen Anlage vielleicht am ehesten mit derjenigen des deutschen Zeitgenossen Felix Mendelssohn vergleichbar ist. Reber verkörpert in seiner Kammermusik – ähnlich wie auch Mendelssohn – die hellere, klassizistischere, nicht die zerrissene Seite des romantischen Idioms. Bei uns ist seine Musik praktisch überhaupt nicht bekannt. Das sollte sich ändern, und diese CD ist ein wichtiger Anstoß dazu.

Michael Wersin, 10.09.2016



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