Responsive image
Wolfgang Amadeus Mozart

Konzerte für 2 und 3 Klaviere KV 365 u. 242, Sonate für 2 Klaviere KV 448

Wolfgang Brunner, Florian Birsak, Leonore von Strauss, Salzburger Hofmusik, Wolfgang Brunner

Profil, Hänssler/Naxos PH 04012
(71 Min., 7/2003, 9/2003) 1 CD

Sie sind Exoten, nicht nur innerhalb der 27 Klavierkonzerte Mozarts, sondern auch in ihrer Gattung, jene Konzert für zwei und drei Klaviere, und sie werden schon allein wegen des organisatorischen Aufwands wenig gespielt. Die Werke, die Mozart ebenso wie die Sonate auch selbst gespielt hat, sind reizvoll, verlangen aber von den Spielern ein präzises Zusammenspiel, damit man kein Klappern vernimmt.
Die vorliegende CD ist in doppelten Sinne eine Novität. Zunächst ist es wohl die erste mit den Doppel- und Tripelkonzert auf Hammerflügeln, dann ist es die erste des Labels Profil, mit dem Günter Hänssler einen Neustart wagt.
Unter der Leitung von Wolfgang Brunner musiziert die Hofmusik Salzburg in einer ähnlich intimen Besetzung wie das Ensemble auf dem Coverbild, was für eine besonders gute Durchhörbarkeit sorgt. An den drei bzw. zwei Kopien zeitgenössischer Hammerflügel sitzen neben dem Dirigenten zwei weitere Spezialisten. Alle drei entlocken den diffizilen Instrumenten eine Vielzahl klanglicher Feinheiten durch ihren Anschlag und durch Pedaleinsatz, der klangliche Änderungen bewirkt. Flotte Tempi und ein zupackendes Musizieren mit recht präzisem Zusammenspiel stellen die Werke im besten Licht dar. Das gut aufgefächerte Klangbild erleichtert es, die einzelnen Parts zu verfolgen. Ein später entstandenes Werk ist die ebenfalls eingespielte Sonate für zwei Klaviere, eine passende Ergänzung für diese erfreuliche Mozart-CD.

Peter Overbeck, 05.06.2004



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Ahnengalerie: Im Wien der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat man es schon schwer als Komponist. Mozart, Beethoven, Schubert – übermächtig liegt auf allen Gattungen der Glanz der Heroen, die den klassischen Kanon geschaffen hatten. Was kann man dem noch hinzufügen? Johannes Brahms, dem man oft melancholisches Zaudern unterstellte, setzte sich in Wirklichkeit besonders lange und eingehend mit diesen Vorbildern auseinander, bevor er seinen Beitrag stimmig empfand. So ist sein Werk […] mehr »


Top