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Father and Son

Ulf Wakenius, Eric Wakenius

ACT/Edel 1098432ACT
(50 Min., 9/2016)

Zwei Gitarren, gespielt von Vater und Sohn – mehr nicht. Kein Schlagzeug, kein Kontrabass, allenfalls noch die menschliche Stimme als Ergänzung. In dieser einfachen Besetzung ließen Ulf und Eric Wakenius am 3. September 2016 eine Session aufzeichnen. Die beiden harmonieren prächtig. Begleitung und Solo gehen ineinander über, keiner dominiert den anderen, und die zwölf Titel zeugen von tiefem musikalischem Einverständnis. Dabei covern sie überwiegend große Nummern der Vergangenheit: Joe Zawinuls „Birdland“ etwa, „Once Upon A Time In America“ von Ennio Morricone, das durch Simon und Garfunkel bekannt gewordene „Scarborough Fair“, „Eleanor Rigby“ der Beatles, das Medley „Dodge The Dodo / When God Created The Coffee Break“ von E.S.T., außerdem Cat Stevens´ „Father and Son“ und als Bonus Track mit Gesang – Charles Singletons „Help The Poor“. Hinzu kommen Eigenkompositionen des Vaters Ulf: Das durch harte Rhythmen geprägte „Mistral“ und die mit dem Flamenco flirtende Hommage „Paco“ an den spanischen Meistergitarristen Paco de Lucia. Der war einst Mitglied jenes legendären Trios, das mit „Friday Night In San Francisco“ das Höher-Schneller-Weiter des Sports auf den spektakulären Gitarristen-Wettstreit übertragen hatte. Vater und Sohn Wakenius haben solche Schaustücke nicht nötig. Ihr Duett ist auch ohne den Drang, sich übertrumpfen zu müssen, eine virtuose Begegnung.

Werner Stiefele, 06.05.2017



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