Klartext

Pasticcio

Meldungen und Meinungen der Musikwelt

Neue Deutsche Oper am Rhein

Schon lange ist das an der Heinrich-Heine-Allee gelegene Düsseldorfer Opernhaus in die Jahre gekommen und verschlingt ständig Millionen von Sanierungskosten. Bereits 2019 flammte daher kurz die […]
zum Artikel »

Versilberte Goldkehlchen

Ob es nun Vokalwerke von Georges Aperghis, Carola Bauckholt, Luciano Berio oder Luca Francesconi sind – bei den Stuttgarter Neuen Vocalsolisten wird Gesang stets zu einem atemberaubenden wie […]
zum Artikel »

alle Artikel »



Leserkommentare

Responsive image

Holland Baroque, Aisslinn Nosky

„Polonoise“

Pentatone/Naxos PTC5186876

Zigeuner-Musik also. Vielleicht schenkt jemand Herrn Fischer einen [...]
zum Leserkommentar »

Responsive image

Wiener Philharmoniker, Riccardo Muti

„Wiener Neujahrskonzert 2021“

Sony 19439840152

Zum Cafe-Plauderer: "Hier paart sich lateinische Akkuratesse mit Wiener Durchgängertum. Die rasenden Titel, 'Niko-Polka', 'Ohne Sorgen' und 'Stürmisch in Lieb’ und Tanz', brausen herrlich, besinnungslos dahin." 'Besinnungslos' scheint mir auch [...]
zum Leserkommentar »

Responsive image

Anja Lechner, François Couturier

Lontano

ECM/Universal 0857705

Es ist nicht korrekt, dass Anja Lechner zuletzt 2014 bei der CD "Moderato Cantabile" zusammengearbeitet hat. Nicht nur haben sie 2016 gemeinsam die CD "Nuit blanche" eingespielt (2017 veröffentlicht), auch spielen sie jedes Jahr Konzerte im Duo und [...]
zum Leserkommentar »

Responsive image

Melody Moore, Brian Jadge, Lester Lynch u. a. MDR-Rundfunkchor Leipzig, Dresdner Philharmonie, Marek Janowski

Il Tabarro

Pentatone/Naxos PTC5186773

Starke Konkurrenz bekommt diese Aufnahme auch durch die heute zugänglichen Funkaufnahmen: unglaublich attraktiv die von 1938 unter Clemens Krauss mit Hildegarde Ranczak und dem jungen Peter Anders. Jede Anstalt brauchte wohl damals ihren "Mantel" [...]
zum Leserkommentar »

alle Leserkommentare »


Leserbriefe

Michael Bahr, Frankfurt am Main

Schaler Nachgeschmack

Ach, sehr geehrter Herr Königsdorf, gerade las ich Ihren Artikel über das New Yorker Orchester "The Knights" und ... nun ja, ein etwas schaler Nachgeschmack bleibt, der gar nichts mit dem Orchester an sich zu tun hat, sondern mehr mit den Vergleichen, die Sie aus dem journalistischen Hut zaubern um Ihr Objekt der Beschreibung in umso helleren Farben glänzen zu lassen. Um zur Sache zu kommen: Bedarf es wirklich des mittlerweile doch reichlich abgestandenen Bildes des frustierten (aber finanziell ordentlich "gepamperten") deutschen Musikbeamten um die jungen, ach so krativ-ungebundenen amerikanischen Musiker ins Bild zu setzen? Gerade Sie als Musikjournalist müssten doch wissen, dass gerade Deutschland mit seinem hohen Staatsanteil in der Kulturfinanzierung eine weltweit einzigartige Musik- und Orchesterlandschaft zu bieten hat. Wenn ich mir diese deutschen (Beamten-)Orchester anhöre - und das tue ich oft - dann ist da von Frustration wenig zu spüren. Und solange die deutschen "Beamtenorchester" so gute (von wirtschaftlichen Erwägungen oft freie) Konzertprogramme auf so hervorragendem musikalischem Niveau spielen, wie sie es in der Regel tun, gönne ich den Musikern ihren Beamtenstatus von ganzem Herzen.

Wolfgang Finsterer, Hamburg

Geteilte freude

Gerade der erste Satz der Rezension des Hamburger "Rheingolds", es herrsche "eitel Freude bei den Hamburgern, seit Simone Young dort als Opernchefin agiert" trifft überhaupt nicht zu. Bei mir wie auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis herrscht Wut und Enttäuschung über die äußerst konventionelle Spielplangestaltung von Frau Young; davon, dass sie anspruchsvolles und anregendes Musiktheater z. B. von Konwitschny und Karoline Gruber absetzte, um sie zum Teil durch belanglose Inszenierungen abzulösen (Rosenkavalier!) ganz zu schweigen. Man hätte z. B. die Möglichkeit gehabt, im Händel-Gedenkjahr Grubers faszinierende, freilich auch verstörende Inszenierung des "Giulio Cesare" wieder aufzunehmen, stattdessen: ein konzertanter "Messiah" - wie originell! Ebenso Fehlanzeige bei zeitgenössischer Musik: das "modernste" Stück, das im "Großen Haus" zu sehen ist: Brittens "Tod in Venedig". Dass es Nono, Zimmermann, Reimann gibt (die ja auch schon "Klassiker" sind), scheint noch nicht bis in die Chefetage der Staatsoper durchgedrungen zu sein - von Uraufführungen ganz zu schweigen. Die wenigen Lichtblicke im Repertoire ("Pelleas und Melisande", "Dialog der Karmeliterinnen") stammen typischer Weise aus der Ära Metzmacher, dessen Arbeit wie auch die seiner Vorgänger bis hin zu Liebermann durch Frau Young und die Hamburger Kulturpolitik zerstört wurde. Entertainment und der ein Eintrag im "Guiness-Buch der Rekorde" scheint in Hamburg mittlerweile wichtiger als zu zeigen, was Oper auch sein kann: eine der an- und aufregendsten Kunstformen, die es gibt.

Erdmann Karsten,

Pseudopolitisches Denunziantentum

Sehr geehrte Damen und Herren, ich will mich nicht in wortreichen Tiraden ergehen; es sein nur gesagt, daß mir beim Lesen der "Meistersinger"-Rezension (Orfeo) übel geworden ist. Pseudopolitisches Denunziantentum plattester Art muß herhalten, wenn der nicht genehme Künstler (Böhm) anders nicht zu packen ist. Damit steht Ihr Rezensent in einer totalitären Tradition, die er vorgibt, zu bekämpfen. Warum "durfte" Karl Böhm 1986 die "Meistersinger" dirigieren? Vielleicht, weil das Klima noch nicht so denunziatorisch vergiftet war wie wir es gegenwärtig leider erleben.

Uwe Sandvoß, Hanau

Bügelnde Hausfrauen

Die musikalischen Leistungen eines Ensembles wie „I Musici“, jenes Inbegriffs der Vivaldi-Renaissance der 60er und 70er Jahren, als braves Hintergrundgeplänkel für bügelnde Hausfrauen, im weiteren Verlauf auch noch als betulich zu bezeichnen, wie es Christoph Braun (Rondo 3/08, S. 15) tut, ist doch allerhand. Meines Erachtens gibt es bis heute, um ein Beispiel zu nennen, - trotz Nigel Kennedy und Giovanni Antonini - keine bessere, leidenschaftlichere, ja spannendere Einspielung der „Vier Jahreszeiten“ als die von „I Musici“ mit Felix Ajo. Als bügelnder Hausmann würde ich beim Hören dieser Aufnahme sicher vor Begeisterung Knöpfe ausreißen oder Brandlöcher produzieren.

alle Leserbriefe »


Gewinner unserer Verlosungen

Hier finden Sie den Überblick der Gewinner unserer Verlosungen. mehr »




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Stimmt’s? Für heutige Ohren kaum noch vorstellbar sind die Reibungen und Schwebungen im Klang entfernter Tonarten, mit denen man in der Musik vor 1650 leben musste. Oder sogar gut lebte. Sie verliehen den Tonarten Charakter und unterschiedliche Farben. Diesen Faltenwurf hat die heute übliche gleichstufige Stimmung glattgebügelt. Doch es gibt einen dritten Weg: Die „Wohltemperierte Stimmung“, die Andreas Werckmeister entwickelt hatte und deren Durchführung er beschrieb (das Stimmen […] mehr »


Top