Klartext

Auf zu neuen Ufern …

Meldungen und Meinungen der Musikwelt

Künstlerisch liegen die goldenen Zeiten des Düsseldorfer Stammhauses der Oper am Rhein auch schon etwas zurück. Und nun ächzt das zwischen Hofgarten und Heinrich-Heine-Allee gelegene Haus von […]
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„Ich freue mich auf meine Zeit als Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters.“. Bei der öffentlichen Vorstellung seiner ersten Hamburger Konzertsaison 2019/20 kam Alan Gilbert wohl nicht […]
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Leserkommentare

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Pietro Spagnoli, Annette Dasch, Rosemary Joshua, Luca Pisaroni u.a., Concerto Köln, René Jacobs

Le nozze di Figaro

BelAir Classiques/harmonia mundi BAC017

Eine ausgesprochen kurze und oberflächliche Rezension eines so umfangreichen Werkes. Besonders seltsam finde ich, dass der Rezensent hier das Wort "Originalinstrumente" verwendet. Hier würde sich anbieten, die bessere und passendere englische [...]
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Lorenzo Regazzo, Patrizia Ciofi, Simon Keenlyside, Véronique Gens, Angelika Kirchschlager u.a., Collegium Vocale Gent, Concerto Köln, René Jacobs

Le nozze di Figaro

helikon harmonia mundi HMC 801818.20

"Mozart hat Frauen beim Kleiderprobieren gut beobachtet!" Der Rezensent hat jedoch offenbar die Regieanweisungen in der Partitur nicht gut beobachtet, denn Cherubino wird in dieser Arie NICHT verkleidet. Das geht nicht nur aus den Regieanweisungen [...]
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Keith Jarrett

Das Wohltemperierte Klavier, I. Band

ECM/Universal 02894818016

Tja, nun-also, ich habe bei den ebenso bemerkenswerten Bach-Pianisten Gould und Gulda auch keine 'mit allen Romantizismen verunreinigten Akte des pianistischen Durchmessens, Durchschreitens und Durchlebens' gehört. Blieb solchermaßen unerhörte [...]
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Kammerorchester Basel, Giovanni Antonini

Haydn 2032, Vol. 7 „Gli Impresari“ (Sinfonien Nr. 9, 65 und 67)

Alpha/Note 1 ALP680

Auch weniger elaboriert und verquer argumentiert bzw rezensiert ... heute sollte "Altväterliches" um Haydn doch nicht mit aufgeweckten Interpretationen historisch informierter, adäquater Ensembles in Verbindung gerückt werden, sondern mit [...]
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Leserbriefe

Michael Bahr, Frankfurt am Main

Schaler Nachgeschmack

Ach, sehr geehrter Herr Königsdorf, gerade las ich Ihren Artikel über das New Yorker Orchester "The Knights" und ... nun ja, ein etwas schaler Nachgeschmack bleibt, der gar nichts mit dem Orchester an sich zu tun hat, sondern mehr mit den Vergleichen, die Sie aus dem journalistischen Hut zaubern um Ihr Objekt der Beschreibung in umso helleren Farben glänzen zu lassen. Um zur Sache zu kommen: Bedarf es wirklich des mittlerweile doch reichlich abgestandenen Bildes des frustierten (aber finanziell ordentlich "gepamperten") deutschen Musikbeamten um die jungen, ach so krativ-ungebundenen amerikanischen Musiker ins Bild zu setzen? Gerade Sie als Musikjournalist müssten doch wissen, dass gerade Deutschland mit seinem hohen Staatsanteil in der Kulturfinanzierung eine weltweit einzigartige Musik- und Orchesterlandschaft zu bieten hat. Wenn ich mir diese deutschen (Beamten-)Orchester anhöre - und das tue ich oft - dann ist da von Frustration wenig zu spüren. Und solange die deutschen "Beamtenorchester" so gute (von wirtschaftlichen Erwägungen oft freie) Konzertprogramme auf so hervorragendem musikalischem Niveau spielen, wie sie es in der Regel tun, gönne ich den Musikern ihren Beamtenstatus von ganzem Herzen.

Wolfgang Finsterer, Hamburg

Geteilte freude

Gerade der erste Satz der Rezension des Hamburger "Rheingolds", es herrsche "eitel Freude bei den Hamburgern, seit Simone Young dort als Opernchefin agiert" trifft überhaupt nicht zu. Bei mir wie auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis herrscht Wut und Enttäuschung über die äußerst konventionelle Spielplangestaltung von Frau Young; davon, dass sie anspruchsvolles und anregendes Musiktheater z. B. von Konwitschny und Karoline Gruber absetzte, um sie zum Teil durch belanglose Inszenierungen abzulösen (Rosenkavalier!) ganz zu schweigen. Man hätte z. B. die Möglichkeit gehabt, im Händel-Gedenkjahr Grubers faszinierende, freilich auch verstörende Inszenierung des "Giulio Cesare" wieder aufzunehmen, stattdessen: ein konzertanter "Messiah" - wie originell! Ebenso Fehlanzeige bei zeitgenössischer Musik: das "modernste" Stück, das im "Großen Haus" zu sehen ist: Brittens "Tod in Venedig". Dass es Nono, Zimmermann, Reimann gibt (die ja auch schon "Klassiker" sind), scheint noch nicht bis in die Chefetage der Staatsoper durchgedrungen zu sein - von Uraufführungen ganz zu schweigen. Die wenigen Lichtblicke im Repertoire ("Pelleas und Melisande", "Dialog der Karmeliterinnen") stammen typischer Weise aus der Ära Metzmacher, dessen Arbeit wie auch die seiner Vorgänger bis hin zu Liebermann durch Frau Young und die Hamburger Kulturpolitik zerstört wurde. Entertainment und der ein Eintrag im "Guiness-Buch der Rekorde" scheint in Hamburg mittlerweile wichtiger als zu zeigen, was Oper auch sein kann: eine der an- und aufregendsten Kunstformen, die es gibt.

Erdmann Karsten,

Pseudopolitisches Denunziantentum

Sehr geehrte Damen und Herren, ich will mich nicht in wortreichen Tiraden ergehen; es sein nur gesagt, daß mir beim Lesen der "Meistersinger"-Rezension (Orfeo) übel geworden ist. Pseudopolitisches Denunziantentum plattester Art muß herhalten, wenn der nicht genehme Künstler (Böhm) anders nicht zu packen ist. Damit steht Ihr Rezensent in einer totalitären Tradition, die er vorgibt, zu bekämpfen. Warum "durfte" Karl Böhm 1986 die "Meistersinger" dirigieren? Vielleicht, weil das Klima noch nicht so denunziatorisch vergiftet war wie wir es gegenwärtig leider erleben.

Uwe Sandvoß, Hanau

Bügelnde Hausfrauen

Die musikalischen Leistungen eines Ensembles wie „I Musici“, jenes Inbegriffs der Vivaldi-Renaissance der 60er und 70er Jahren, als braves Hintergrundgeplänkel für bügelnde Hausfrauen, im weiteren Verlauf auch noch als betulich zu bezeichnen, wie es Christoph Braun (Rondo 3/08, S. 15) tut, ist doch allerhand. Meines Erachtens gibt es bis heute, um ein Beispiel zu nennen, - trotz Nigel Kennedy und Giovanni Antonini - keine bessere, leidenschaftlichere, ja spannendere Einspielung der „Vier Jahreszeiten“ als die von „I Musici“ mit Felix Ajo. Als bügelnder Hausmann würde ich beim Hören dieser Aufnahme sicher vor Begeisterung Knöpfe ausreißen oder Brandlöcher produzieren.

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CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Das ging fix! In Schumanns „Haushaltsbuch“ kann man nachlesen, wenn auch gewohnt kryptisch, wie rasch er mit der Arbeit an seinem Klaviertrio op. 110 vorankam: „1. Okt. 1851 Kompositionsgedanken, 2. Okt. Triogedanken, 3. Okt. 1. Satz fertig, 4. Okt. 2. Satz, 5. Okt. 3. Satz, Freude, 27. Okt. Probe zum Trio zum ersten Mal, Freude.“ Dabei war Schumann sonst nicht unbedingt ein Schnellschreiber wie etwa Mozart. Doch die vier Sätze wirken wie aus einem Guss, wie in einem Schaffensrausch zu […] mehr »


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