Startseite · Klartext · Pasticcio

Pasticcio

Meldungen und Meinungen aus der Musikwelt

Cross Over Beethoven

Was haben Beethovens Sonaten und unsere Gene gemeinsam? Richtig: Beide sind aus einfachsten Bausteinen zusammengesetzt. Klassische Komponisten kommen mit einem Grundvorrat von zwölf Tönen aus. Auch die Klaviatur des Lebens ist überschaubar: Bei der Komposition unserer Gene spielt Mutter Natur auf einem „Keyboard“ von wenigen verschiedenen Aminosäuren. Könnte man die Partitur des Lebens da nicht auch sinnvoll in Noten übersetzen? Forscher des Projekts „Gene2music“ der University of California Los Angeles haben es versucht: Sie ordneten den Grund - bau steinen der genetischen Information Dreiklänge zu; Rhythmen gewannen sie aus der Häufigkeit ihres Auftretens. Ob Stücke wie „Hämoglobin des Pferdes“ die Charts erobern werden, ist fraglich. Eine Alternative zu öden Tabellen ist diese Art der Präsentation aber allemal.

Carsten Niemann, RONDO Ausgabe 3 / 2007



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Pasticcio

München strahlt und leuchtet

Was seinen wesentlich prominenteren Vorgängern Zubin Mehta und Kent Nagano nicht geglückt ist, […]
zum Artikel »

Gefragt

Cappella Sistina

Musik aus der anderen Welt

Der älteste Chor der Welt hat Palestrina neu aufgenommen – direkt unter Michelangelos […]
zum Artikel »




Top