RONDO 4/2014

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Themen

Pasticcio: Ein Fall für den Kammerjäger

Pasticcio: Musik & Gehirn

Pasticcio: Herr über 5000 Instrumente

Jonas Kaufmann: Balzen, ohne zu ballern

Pierre-Laurent Aimard: In Zukunft Bach

Myung-whun Chung: „Das Klavier ist mein Freund“

Lisa Batiashvili: Ohne Zopf und doppelten Boden

Daniel Hope: Goldener Käfig Kalifornien

Blind gehört: Christophe Rousset: „Hier höre ich zu wenig Musik“

Charlie Siem: Mit Schirm, Charme und Violine

Xenia Löffler: Vivaldi ohne Perücke

Junge Deutsche Philharmonie: Zukunft fest im Blick

Wolfgang Muthspiel: Wegrand der möglichen Geschenke

Oper, Festival, Konzerte

RONDO-Leserreise: Sultanat Oman: Opernhaus aus 100 Nacht

Musikstadt: Wexford: Oper handgemacht

Café Imperial: Unser Stammgast im Wiener Musiker-Wohnzimmer: Robert Fraunholzer

Fanfare: Proben, Pleiten und Premieren aus Oper und Konzert

Da Capo: Gezischtes Doppel: Premierennotizen der RONDO-Opernkritik

Da Capo: Gezischtes Doppel: Premierennotizen der RONDO-Opernkritik

Doktor Stradivari: Musik-Krimi: Folge 10: Das Fauré-Geheimnis

Zugabe: Nettigkeiten von den Hinterbühnen dieser Welt

CDs, Bücher & Sammlerboxen

Callas Forever:

Jean-Philippe Rameau: Mit Herz und Verstand

Vokal total: Neues für Stimmfachleute

Magazin: Ein Leben voller Großtaten

Magazin: Junggebliebene Meilensteine

Magazin: Musik als treibende Kraft

Boulevard: Bunte Klassik

 

CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der
RONDO-Redaktion

Dieser Mann ist ein Phänomen: Nicht erst seit der Film "Pianomania" Einblicke in die verfeinerte, ja zuweilen heikle Klangästhetik Pierre-Laurent Aimards gab, dessen Vorstellungen der hauseigene Klavierstimmer Stefan Knüpfer mit großer Hingabe zu folgen versuchte, ist der Franzose als Perfektionist bekannt. Und auch für seine Einspielung des "Wohltemperierten Klaviers I" von Johann Sebastian Bach dürfte wieder ordentlich am Instrument gefeilt worden sein. Das aber völlig zu recht, muss man zugeben, wenn man die ersten Töne des berühmten C-Dur-Präludiums hört: So fein und singend der Tonkörper des Flügels, so ist zugleich doch immer auch ein deutlicher, "knackiger" Druckpunkt auszumachen, der die Tongebung des Cembalos mit in den Klavierklang hineinnimmt. Dazu kommt Aimards ruhiger Duktus, der die Aufmerksamkeit des Hörers nicht mit virtuosem Schellenklingeln blendet, sondern - detailreich phrasiert - wie an der Hand durch die sauber gestaffelten Stimmverflechtungen und sanglichen Schönheiten dieses Tonarten-Kaleidoskops führt. Einfach bereichernd, dass Aimard - der sich vor allem als Interpret der Werke Messiaens und Boulez' seinen Namen gemacht hat - nun erstmals Bach aufgenommen hat.