Rezensionen der Woche

26.Juli — 01.August 2014

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Klassik

Giulio Caccini

L´Euridice

Rinaldo Alessandrini, Concerto Italiano, Silvia Frigato, Furio Zanasi, Sara Mingardo u.a.

Naïve/Indigo 987412
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Guillaume de Machaut, Claudin de Sermisy, John Dowland, Franz Schubert, Robert Schumann, Gabriel Fauré, Henry Duparc u.a.

Hugues Cuénod, Tenor

Hugues Cuénod, Joel Cohen, Rose Dobos

INA/harmonia mundi IMV016
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Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven, Robert Schumann, Franz Liszt u.a.

Porträt Tamar Beraia

Tamar Beraia

EnSonus EAS 29271
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Julius Rietz, Johann Benjamin Gross

Fantaisie op. 2, Cellokonzert op. 16, Cellokonzert h-Moll

Klaus-Dieter Brandt, L'Arpa Festante, Riccardo Minasi

Ars Produktion/Note 1 ARS38113
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Louis Lacoste, Michel-Richard Delalande, Jean-Philippe Rameau u.a.

A French Baroque Diva – Arien für Marie Fel

Carolyn Sampson, Ex Cathedra, Jeffrey Skidmore

Hyperion/Note 1 CDA68035
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Sergej Prokofjew

Iwan der Schreckliche

Tugan Sokhiev, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Rundfunkchor Berlin, Staats- und Domchor Berlin, Olga Borodina, Ildar Abdrazakov

Sony 88843028942
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Jazz

Kim Barth, Mike Mossman

Late Night Coffee

Enja/Soulfood ENJ9599
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Joshua Redman

Trios Live

Nonesuch/Warner 7559795617
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Arturo O’Farrill, The Afro Latin Jazz Orchestra

The Offense Of The Drum

Motéma/Membran 233848
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CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der
RONDO-Redaktion

Ein Schuss setzt die Welt in Brand: Vor einhundert Jahren, am 28. Juli 1914, erklärte das Kaiserreich Österreich-Ungarn Serbien den Krieg - der Auftakt zur Mobilmachung in ganz Europa. Wie unwahrscheinlich ein Kriegsausbruch nach dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger eigentlich war, und wie viele persönliche Macht- und Fehlentscheidungen von höchster, aber auch ministerialer Ebene dazu nötig waren, hat gerade der Historiker Christopher Clark in seinem Buch neu aufgearbeitet. Von ganz anderer, nämlich musikalischer Seite nähert sich die Sopranistin Anna Prohaska dem Thema. Ihr neues Album reflektiert das Datum, das das "Jahrhundert der Kriege" einläutete, mit einem weit gesteckten Repertoire, das über Sarajevo und Verdun hinausweist. Von Soldatenliedern des Dreißigjährigen Krieges bis zu Propagandagesängen, vom "Trommellied" aus Beethovens "Egmont", über Schumanns "Grenadiere", bis hin zu Liedern von Liszt, Fauré, Mahler, Ives, Weil und Eisler reichen die Zeugnisse, die Prohaska an der Seite ihres Pianisten Eric Schneider dafür aufruft. Aus flackernder Begeisterung und auswegloser Verzweiflung entsteht hier das musikalische Porträt einer Ausnahmesituation - die bis heute alltäglich geblieben ist.