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Georg Friedrich Händel

Feuerwerksmusik, Concerti a due cori

Zefiro, Alfredo Bernardini

DHM/Sony BMG 88697 36791-2
(68 Min., 8/2006) 1 CD

Um seine "Feuerwerksmusik" auch im Konzertsaal spielen zu können, fertigte Händel schon bald nach der spektakulären Open-Air-Uraufführung eine neue Instrumentierung der ursprünglich nur für Bläser und Pauken gedachten Suite an: Die Hinzuziehung von Streichern machte das Werk zwar farbiger, nahm ihm aber auch ein Stück seiner prächtigen Wirkung. In seiner Neueinspielung findet das Ensemble Zefiro einen goldenen Mittelweg zwischen beiden Versionen. Zwar benutzen Alfredo Bernardini und sein Ensemble die Indoor-Variante, nutzen aber die Freiluft-Akustik im Kreuzgang des Jesuitenkollegs von Catania, um den Blechbläsern etwas von dem luftigen Klangbild der Erstaufführung auf der Themse zu verleihen. Das Ergebnis überzeugt, weil die historischen Trompeten und Hörner einen glanzvolleren Klang bekommen, ohne jedoch die Streicher zu verdecken. Ein transparentes Klangbild, das die Zefiro-Musiker für eine tänzerische, rhythmisch pointierte Interpretation nutzen: Leichtfüßig und mit einer prickelnden Spannung zwischen dem Legato der Melodiestimme und der trockenen Dreiachtelbegleitung kommt selbst die meist in die breite gespielte "Friedenspastorale" daher, in der Bourrée und der Réjouissance sorgt die locker geschlagene (und gelegentlich übermütig wirbelnde) Pauke für elektrisierten Grundpuls.
Die gleichen Vorzüge kommen auch bei den als Kompilation seiner Oratorienhits entstandenen doppelchörigen Konzerten zur Geltung, mit denen die Zefiro-Musiker ihre Einspielung stimmig abrunden. Auch hier verstehen sie es exzellent, einen festlichen Ton (etwa im Pomposo des F-Dur-Konzerts) zu treffen, der jedoch nie in die Breite geht, sondern seine Spannkraft und melodische Eleganz der Artikulation bewahrt.

Jörg Königsdorf, 07.05.2009



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