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Herbert Murrill, Frank Bridge, Ralph Vaughan Williams, Edward Elgar u.a.

Music Of The Spheres

Tenebrae, Nigel Short

Signum/Note 1 SIGCD904
(65 Min., 11/2010, 6 & 11/2015)

Die englische Chor-Kultur ist Legende: Nicht nur zahlreiche hervorragende Knabenchöre bestimmen die avancierte vokale Landschaft der Insel, sondern auch eine Menge brillante Laienchöre. Und dann gibt es noch das breite Segment semiprofessioneller und professioneller Ensembles, die das große Repertoire von Alter Musik bis zu anspruchsvoller zeitgenössischer Chorkunst in unterschiedlichen Formationen auf hohem Niveau abdecken. An die Spitze dieses Bereichs gehört auch Tenebrae, gegründet von Nigel Short und bestehend aus professionellen, ausgebildeten Sängern. Zu den Markenzeichen dieser Gruppe gehört der schlanke, unübertrefflich homogene und geschmeidige Klang mit hohem sinnlichen Reiz; perfekte Intonationsreinheit ist eine Selbstverständlichkeit. Was Tenebrae auch anpackt: Es klingt zunächst einmal einfach wunderschön. Ketzerischer Weise könnte man hier und da fragen, ob ebendiese Schönheit immer und in jedem Fall angebracht ist – etwa im Falle des vor einigen Jahren erschienenen Fauré-Requiems steigerten sich die kompositorische Faktur und der Sound des Ensembles passagenweise fast zum Kitsch.
Das ist freilich Klagen auf höchstem, auf allerhöchstem Niveau. Wenn wir die vorliegende CD mit englischer A-Cappella-Musik des 19. und 20. Jahrhunderts hören, sind wir ganz und gar Fans von Tenebrae: Die Modulationsfähigkeit dieser Gruppe, ihre Sensibilität gegenüber Text und Tonsatz sind einfach ein Traum. Wer Chormusik liebt, der braucht diese CD.

Michael Wersin, 21.01.2017



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