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Spielen wie gedruckt: Kaitlyn Hova demonstriert ihr Instrument (c) hovalin.com

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Das Leben und da speziell die Computertechnologie schreibt unaufhörlich Geschichten, die sich für Otto-Normalverbraucher wie Fantasy-Stories lesen. Aber tatsächlich gibt es bereits die Möglichkeit, mit 3D-Druckern nicht nur Bikini-Oberteile und Fahrradrahmen zu fabrizieren. Aktuell sind Forscher auf dem besten Weg, irgendwann selbst menschliche Organe per 3D-Drucker herzustellen! Bis dieses „Bioprinting“ genannte Verfahren jedoch auch die TÜV-Reife erlangen wird, kann man nur staunen, was sich momentan mit gerade einmal einem Kilo Plastik sonst noch so ausdrucken lässt. Etwa eine spielbare Violine! Genau das ist nämlich gerade auch der amerikanischen Geigerin, Neurowissenschaftlerin und Softwareentwicklerin Kaitlyn Hova gemeinsam mit ihrem Ehemann Matt Hova gelungen! „Hovaline“ nennen sie ihr Instrument, dessen Produktionskosten sich auf lediglich um die 65 Euro belaufen. Auf der Internetseite www.hovalin.com kann man dafür die entsprechenden Infos runterladen und auch das Instrument in Aktion hören. Wer hingegen in den heimischen vier Wänden noch keinen entsprechenden High-Tech-Drucker stehen hat, der kann sich auch per Post eine ausgedruckte Geige zuschicken lassen – für dann ca. 550 Euro.
Obwohl es bei solchen Erfindungen immer noch etwas zu verbessern gibt, ist man durchaus vom soliden Klang der „Hovaline“ überrascht. Im Gegensatz zu ihrem klassischen Violinkörper ist derweil der französische Violinist und Computerfreak Laurent Bernadac bei seiner 3D-Drucker-Geiger „3Dvarious“ noch einen Style-Schritt weiter gegangen (www.3d-various.com). Das futuristische Ding sieht aus, als ob es für die Orchestermusiker vom Raumschiff Orion gedacht ist. Andererseits könnte man sich diese spacige Elektro-Geige auch sehr gut in den Händen von Nigel Kennedy vorstellen.

Guido Fischer



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