Rezensionen der Woche

Jeden Samstag neu!

Galina Ustvolskaja

Violinsonate, Klarinettentrio, Duett

Dieterich Buxtehude

Opera Omnia XX (Vokalwerke Vol. 10)

Branford Marsalis

In My Solitude – Live At Grace Cathedral

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Pasticcio

Zensur!

Der türkische Pianist und Komponist Fazil Say ist schon immer ein Mann des offenen Wortes gewesen. Und weil er selbst kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um die Politik der […]
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TV-Programm

Die Geschichte des Donauwalzers

Sonntag, 02. November – Arte 17:25 Uhr, 55 Min.

Der Walzer "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauß ist eines der bekanntesten Musikstücke überhaupt - auch weil die Wiener Philharmoniker den "Donauwalzer" traditionell als Zugabe nach dem Neujahrskonzert spielen. Doch er ist viel mehr als das: Er ist ein Stück Geschichte und "eine Botschaft der Hoffnung, der Freundschaft und des Friedens", wie Johann Strauß ihn einst selbst beschrieb. Die Dokumentation von Pierre-Henry Salfati begibt sich auf die Spuren dieser weltberühmten Tanzmusik und macht dabei einige hochinteressante Entdeckungen. (Foto: Cie des Phares & Balises)
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Neuerscheinungen

Poulenc, Mozart, Beethoven u.a. - Winds and Piano (Warner Classics)

Ein Muss für Freunde der Holzbläser-Kammermusik: Für diese Doppel-CD haben sich das Bläser-Ensemble "Les Vents Français" um den Star-Flötisten Emmanuel Pahud und der Pianist Eric Le Sage zusammen getan. Bekannte und weniger bekannte Werke aus verschiedensten Epochen lassen sich hier finden - und als besondere Rarität haben die Musiker ein Sextett von Louise Farrenc, einer Zeitgenossin von Schumann und Brahms, ausgegraben: eine aufregende Neuentdeckung für das ansonsten nicht allzu umfangreiche Repertoire dieser ungewöhnlichen Kammermusik-Formation.
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Verlosungen

Das Projekt "Haydn2032" startet mit einer Konzertreihe - RONDO verlost für das Konzert am 9. November in Basel 3 x 2 Tickets!

Zum Auftakt des Mammut-Projekts "Haydn2032" spielt das Kammerorchester "Il Giardino Armonico" unter Giovanni Antonini in Basel ein Konzert mit Werken von Haydn und Gluck.
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Gewinner unserer Verlosungen

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CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der
RONDO-Redaktion

Die Süßwarenhersteller und der Versandhandel scheußlicher Gesichtsvariationen in Latex freuen sich über die mit entsprechendem Marktdruck nach Europa transplantierten Halloweenbräuche. Dass man sein Geld an einem 31. Oktober auch weniger kariös investieren kann, zeigt das Beispiel von Kurfürst Johann Georg von Sachsen, der 1617 einige Mittel aufwendete, um in Dresden den Reformationstag zu würdigen - und nicht nur irgendeinen, sondern gar den hundersten. Dem sich selbst als Vorstreiter der Lehren Luthers empfindenden Fürst dienten die drei Tage der Prachtentfaltung im Dienste des zurecht gerückten Bibelwortes natürlich auch der Selbstdarstellung. Der Oberhofprediger Hoë von Hoënegg, der seine Predigten dieser drei Tage später als Buch herausgab, fühlte sich durch die Musik, die im Rahmen dreier Messen und Vespergottesdienste aufgeführt wurde, so berührt, dass er sie detailliert in seinem Bericht wiedergab. Gottseidank - eine Seltenheit dieser Tage. So können wir seiner Aufzählung mit einiger Wahrscheinlichkeit Werke von Michael Praetorius, der als Mann für's Feine mal wieder aus Wolfenbüttel herüberkam und für den altersindolenten Kapellmeister Rogier Michael aushalf, sowie Heinrich Schütz zuordnen, der sich in zweiter Reihe für seine Lebensstellung vorbereitete. Und auch in dieser Musik war das von Luther übersetzte Wort so wichtig, dass Schütz den Instrumentalisten den Text der Sänger unter die Noten schrieb, damit sie ihn bei ihrem Spiel mitdenken konnten. Ein lange gehegtes Projekt von Roland Wilson ist die Zusammenstellung dieser Werke zu einer protestantischen Festmesse, und gemeinsam mit seinen traumwandlerisch aufeinander eingespielten Ensembles Musica fiata und Capella Ducale gelingt es ihm, die verschwenderische Pracht der Dresdner Hofmusik wieder aufleben zu lassen. Dafür steht ihm die Fülle der von Praetorius beschriebenen Klangfarben in (damals vielleicht nicht einmal erreichter) technischer Perfektion zu Gebote, und seine Solisten - angeführt von den engelsgleich reinen Sopranstimmen von Monika Mauch und Konstanze Backes - sind der Zuckerwürfel, auf dem das kräftige Lutherwort wie von selbst in die Seele des Hörers findet. Falls er nicht vergisst, am Freitag dafür die Haustürklingel abzustellen.

Kommentare

Pasticcio

Was für ein Schatz! Allein für Dieskaus kostbares Klavier lohnt es sich, nach Berlin zu fahren […] »

Alisa Weilerstein, Frank Peter Zimmermann, Garrick Ohlsson, Tschechische Philharmonie, Jiří Bělohlávek, Antonín Dvořák, Sämtliche Sinfonien und Konzerte

Der Kritik kann ich grundsätzlich zustimmen, auch wenn ich die Interpretation der Konzerte […] »