Rezensionen der Woche

28.Juli — 03.August 2012

« Vorwoche | Folgewoche »

Suche:


Klassik Archiv

» Alle Komponisten anzeigen

Jazz Archiv

» Alle Interpreten anzeigen

Doppelrezensionen

» Alle Doppelrezensionen anzeigen

Klassik

Heitor Villa-Lobos, Leo Brouwer, Astor Piazzolla, Manuel María Ponce u.a.

Latino

Miloš Karadaglić, Christoph Israel, Studioorchester der Europäischen FilmPhilharmonie

DG/Universal 479 0063
»

Ludwig van Beethoven

Sämtliche Bagatellen

Steven Osborne

Hyperion/codaex CDA 67879
»

Mikołaj Zieleński

Offertoria et Communiones totius anni 1611

Emma Kirkby, Joel Frederiksen, Anna Magiera, Zygmunt Magiera u.a., Stanisław Gałoński, Capella Cracoviensis, Collegium Zieleński

Dux/Note 1 DUX0864
»

Richard Strauss

Elektra

Jeanne-Michèle Charbonnet, Angela Denoke, Felicity Palmer, Matthias Goerne, Valery Gergiev, London Symphony Orchestra

LSO Live/Note 1 LSO 0701
»

Jazz

Michael Gibbs, NDR Big Band

Back In The Days

Cuneiform/Broken Silence 14407
»

Daniel Prandl

Fables & Fiction

Jazz’n’Arts/in-akustik 0505912
»


« zurück

CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der
RONDO-Redaktion

Dieser Mann ist ein Phänomen: Nicht erst seit der Film "Pianomania" Einblicke in die verfeinerte, ja zuweilen heikle Klangästhetik Pierre-Laurent Aimards gab, dessen Vorstellungen der hauseigene Klavierstimmer Stefan Knüpfer mit großer Hingabe zu folgen versuchte, ist der Franzose als Perfektionist bekannt. Und auch für seine Einspielung des "Wohltemperierten Klaviers I" von Johann Sebastian Bach dürfte wieder ordentlich am Instrument gefeilt worden sein. Das aber völlig zu recht, muss man zugeben, wenn man die ersten Töne des berühmten C-Dur-Präludiums hört: So fein und singend der Tonkörper des Flügels, so ist zugleich doch immer auch ein deutlicher, "knackiger" Druckpunkt auszumachen, der die Tongebung des Cembalos mit in den Klavierklang hineinnimmt. Dazu kommt Aimards ruhiger Duktus, der die Aufmerksamkeit des Hörers nicht mit virtuosem Schellenklingeln blendet, sondern - detailreich phrasiert - wie an der Hand durch die sauber gestaffelten Stimmverflechtungen und sanglichen Schönheiten dieses Tonarten-Kaleidoskops führt. Einfach bereichernd, dass Aimard - der sich vor allem als Interpret der Werke Messiaens und Boulez' seinen Namen gemacht hat - nun erstmals Bach aufgenommen hat.