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N° 1220
25.09. - 01.10.2021

nächste Aktualisierung
am 02.10.2021



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Wolfgang Amadeus Mozart

Klavierkonzerte Nr. 20 & 26

Friedrich Gulda, Münchner Philharmoniker

MPhil/Warner 8709997415
(61 Min., 7/1986)

Natürlich zeigte sich Friedrich Gulda auch beim Münchner Klaviersommer 1986 von seiner schrilleren Seite, als er sich mit der Sängerin und Perkussionistin Limpe Fuchs in einen blockflötenspielenden Schamanen verwandelte. Doch Gulda, dieser sich stets als musikalisches Chamäleon inszenierende Meisterpianist, lief dann beim Standard-Repertoire auch wieder zur nahezu unerreichbaren Höchstform auf. Auf dem Programm des Konzerts vom 12. Juli 1986 standen zwei Klavierkonzerte Mozarts, die Gulda ebenfalls unter Claudio Abbado bzw. Nikolaus Harnoncourt aufgenommen hatte bzw. noch einspielen sollte. Im Münchner Gasteig übernahm er nun höchstselbst die Leitung der Münchner Philharmoniker an einem Abend, der längst auch als DVD-Mitschnitt zu bekommen war. Jetzt aber haben die Philharmoniker den Live-Mitschnitt auf ihrem eigenen CD-Label herausgebracht. Und die klangtechnisch noch einmal überarbeiteten 61 Minuten sind nichts weniger als eine Mozart-Sternstunde, wie man sie so nur noch Géza Anda und Maria João Pires zu hören bekam. Wie auch bei seinen Einspielungen der Mozart-Klaviersonaten wird man erneut den Eindruck nicht los, dass Gulda hier einfach mit dieser Musik verschmilzt. Sowohl beim großen d-Moll-Konzert KV 466 wie dem „Krönungskonzert“ KV 537 fließen ihm die Ideen und Empfindungen Mozarts mit einer unvergleichlichen Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit aus den Fingern – wobei er in beiden, von der Papierform her gegensätzlichen Ausdruckswelten Mozarts die Licht- und Schattenseiten, das Abgründige und Elysische gleichermaßen so nuancenreich wie fesselnd ausspielt. Und die Münchner Philharmoniker erweisen sich bei allem als ideale Dialogpartner.

Guido Fischer, 17.08.2019



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