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N° 1220
25.09. - 01.10.2021

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am 02.10.2021



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Franz Schubert

Streichquartette Nr. 6 & 13, Streichquartettsatz c-Moll

Schumann Quartett

Berlin Classics/Edel 0301410BC
(66 Min., 3/2019)

Mit dem Werk des gerade einmal 16-jährigen Franz Schubert eröffnet das Schumann Quartett sein neuestes Album. Es ist das viersätzige D-Dur-Quartett D 74, dessen beschwingter „Menuett“-Satz es zu einem veritablen Ohrwurm geschafft hat. Doch auf die leichte Schulter darf man diese Visitenkarte eines frühen Genies nicht nehmen. Zumal allein im „Andante“ zuvor sich bereits so manche tragische Momente hineingeschlichen haben, aus denen Schubert später große Quartett-Dramen machen sollte. Und für dieses existenziell Erodierende in der Musik des jungen Schubert nehmen sich die Musiker des Schumann Quartetts die nötige Zeit. Hochkonzentriert geht man diese intime Welt der minimalen Brüche und Kontraste an – ohne sich aber allzu sehr ins Schicksalhafte vorzuwagen. Ein erster, mehr als nur gelungener Schritt in die Schubertsche Klangwelt ist dem Quartett damit gelungen. Und mit den beiden nachfolgenden Werken bestätigt man seinen Ruf als eine der talentiertesten Formationen auf internationalem Streicher-Parkett. Beim c-Moll-Quartettsatz D 703 wird einem direkt von Beginn an heiß und kalt, durchläuft man Seelenstürme und genießt zugleich das gesanglich Vertraute, das dem Schumann Quartett mit leichter Hand gelingt. Und beim sogenannten „Rosamunde“-Quartett Nr. 13 D 804 lassen sich die die Vier schließlich mit höchster Präzision und bewegender Anteilnahme auf all die harmonischen Kühnheiten und Dauererregungszustände ein. Sollte dieses Album den Startschuss für eine Gesamtaufnahme der Schubert-Quartette bilden, man wäre schon jetzt auf die weiteren Folgen mehr als gespannt.

Guido Fischer, 29.08.2020



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