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Alexander Skrjabin

Mazurkas

Peter Jablonski

Ondine/Naxos ODE 1329-2
(76 Min., 7/2019)

Der schwedisch-polnische Pianist Peter Jablonski zeichnet in seiner Aufnahme aller Mazurken von Alexander Skrjabin den Weg des Komponisten von einer fast epigonalen Chopin-Verbundenheit bis hin zu einer sehr eigenen, ja eigenwilligen Mazurka-Stilistik nach. Bei Skrjabins ersten zehn Mazurken (op. 3) handelt es sich um Werke eines Teenagers – kein Wunder, das hier das übergroße Vorbild mehr als nur zwischen den Zeilen präsent ist. Schon die zweite Sammlung (op. 25) geriet weitaus persönlicher. Zwei weitere Stücke aus noch späterer Zeit ergänzen das Programm ebenso wie einige Einzelnummern aus unterschiedlichen, früheren Lebensphasen. Jablonski musiziert dem Genre entsprechend Melodie-orientiert und -generiert, schlicht und klar mit Blick auf die volkstümlich inspirierte Klarheit der Kantilenen, fein und differenziert in der agogischen Gestaltung und insgesamt mit ansprechender Klangimagination. Eine überzeugende Darbietung, die einem die Werkgruppe engagiert und mit großer Lebendigkeit nahebringt.

Michael Wersin, 17.10.2020



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