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N° 1282
03. - 09.12.2022

nächste Aktualisierung
am 10.12.2022



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Paul Wranitzky

Sinfonien

Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck

dhm/Sony 19658702252
(90 Min., 1/2021) 2 CDs

Geboren wurde der mährisch-österreichische Komponist und Violinist Paul Wranitzky im Mozart-Jahr 1756. Beide waren aber nicht allein befreundet. Wranitzky hielt auch Jahre nach Mozarts Tod dessen Erbe hoch. Wie in seiner „Grande sinfonie caractéristique pour la paix avec la République françoise“ op. 31, die in einem furios-heroischen Finalsatz mündet, für den der Da Ponte-Opernkomponist Mozart Pate gestanden hat. Im Fall von Wranitzkys 1797 entstandener Sinfonie geht es aber nicht um die Liebe und ihre Verstrickungen, sondern um die große Politik. In fünf Sätzen lässt Wranitzky die turbulent kriegerischen Zeiten Revue passieren, in denen Europa nach der Französischen Revolution steckte. In diesem musikalisch gleichermaßen turbulenten Historienpanorama ist man so auch schon mal mittendrin auf den Schlachtfeldern, auf denen sich die Truppen von Napoleon Bonaparte und Kaiser Franz II. gegenüberstanden. Immerhin besaß Wranitzky das entsprechende Handwerkszeug, um lautmalerisch solche Szenen effektvoll einzufangen. Nicht minder mitreißend dann: der im Finalsatz gefeierte Friedensschluss!
Auf ihren historischen Instrumenten entfacht die Akademie für Alte Musik Berlin aber nicht nur hier ein akustisches Con Brio-Spektakel. Auch in den beiden weiteren Sinfonien geht es hoch her und keine Sekunde lang zweitklassig zu. In der D-Dur-Sinfonie op. 36 zeigt sich Wranitzky einmal mehr als eigenständiger Mozartianer. Und für die Orkanstärken in der Sinfonie „La Tempesta“ sorgen nicht nur die Instrumentalisten der Akademie für Alte Musik Berlin, sondern eine Windmaschine!

Guido Fischer, 07.05.2022



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