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N° 1265
06. - 12.08.2022

nächste Aktualisierung
am 13.08.2022



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Richard Strauss

„Vier letzte Lieder“

Diana Damrau, Helmut Deutsch, Symphonieorchester des BR, Mariss Jansons

Erato/Warner 0190296236341
(73 Min., 1 & 9/2019)

Ein exquisites Strauss-Programm, die Orchester-Lieder – eingeschlossen auch „Morgen!“ – produziert im Januar 2019 noch unter Leitung von Mariss Jansons: Das Symphonieorchester des BR begleitet hier auf höchstem Niveau. Gleiches gilt für die Klavierlieder: Helmut Deutsch ist mit seiner enormen Erfahrung wahrlich der Mercedes unter den Begleitern. Und dennoch ist der Genuss getrübt: Diana Damraus Vibrato hatte zum Zeitpunkt der Aufnahmen ein teilweise nicht mehr goutierbares Maß erreicht, und in der Vollhöhe gesellt sich eine unangenehme Schärfe hinzu. Diese Kombination versauert gleich im ersten der „Vier letzten Lieder“ praktisch jeden der enthusiastischen vokalen Aufschwünge, die eigentlich überbordende Frühlingsfreude versinnbildlichen sollen, hier aber eher leichte Beklommenheit hervorrufen. Nicht nur im fordernden Zusammenspiel mit dem Orchester eskaliert das Vibrato immer wieder. Auch in den Klavierliedern gibt es unangenehme Stellen: „ …mir bangt, sie stehle“ in „Die Nacht“ gerät wirklich giftig. Klar, über Vibrato kann man streiten, die Toleranzschwelle ist bei der Hörerschaft eine individuelle Angelegenheit. Aber der Rezensent persönlich würde für dieses Repertoire definitiv zu einer anderen Einspielung greifen.

Michael Wersin, 18.06.2022



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