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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



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Johann Sebastian Bach

Goldberg-Variationen BWV 988

Christine Schornsheim

Capriccio 10 577/78
(80 Min.) 2 CDs

Denken wir uns den an Schlaflosigkeit leidenden Baron von Keyserling, der sich der Legende nach von Bach zum nächtlichen Zeitvertreib diese Variationen komponieren und von seinem Diener, dem Bach-Schüler Johann Gottlieb Goldberg, des öfteren nächtens traktieren ließ, denken wir uns Seine schlaflose Durchlaucht im Tonkonservenzeitalter, so würde sie kaum mit Glenn Goulds Raserei aus den Fünfzigern Ruhe finden, wohl aber mit dieser um dreißig Minuten länger währenden Neueinspielung der Berliner Cembalistin Christine Schornsheim.
Mit der rein äußerlichen soll aber keine interpretatorische Langeweile assoziiert werden (zumal sich Frau Schornsheim der Wiederholungen annimmt). Allenfalls einige wenige der per se langsamen Variationen wie die klagevolle in g-Moll (Nr. 25) lassen an jenes Keyserlingsche Schlafbedürfnis denken. Sonst aber geriet der Spezialistin für alte Tasteninstrumente ein wohldurchdachter, in Tempi wie Ausdruck abwechslungsreicher Zyklus (mit wehmutsvoll abschließendem Quodlibet). Makellos dabei ihre Meisterung der virtuosen Höchstanforderungen und rhythmischen Finessen, vorbildlich, gewissermaßen wesensverwandt ihrem Handwerksmittel, die glasklaren Verzierungskünste. Jegliches Gähnen verbietet sich also, nicht zuletzt wegen des vorzüglich präsenten Klangbildes.

Christoph Braun, 01.12.1999



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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