home

N° 1220
25.09. - 01.10.2021

nächste Aktualisierung
am 02.10.2021



Responsive image
Robert Schumann, Johannes Brahms

Klavierquintett op. 44, Transkription des Quintetts für Klavier solo

Amati Quartett, Uriel Tsachor

Divox/Appassionato CDX-29201
(65 Min.) 1 CD

Klavierbearbeitungen größer besetzter Kammermusik- und Orchesterwerke waren ein Hobby der Romantik. Johannes Brahms etwa hat der von ihm verehrten Clara Schumann zuliebe manches Werk für Klavier gesetzt. Zum fünfunddreißigsten Geburtstag schenkte Brahms ihr 1854 das Scherzo des Klavierquintetts, das Robert Schumann komponiert hat.
Der Pianist Uriel Tsachor hat Brahms folgend die weiteren drei Sätze des Quintetts für Klavier zu zwei Händen bearbeitet. Eine kitzlige Angelegenheit, lebt doch die Originalpartitur gerade vom Klangkontrast zwischen kantabler Streicherführung und auftrumpfendem Klaviersatz. Selbst wenn man über eine so farbenreiche Palette verfügt wie Tsachor, bleibt da einiges auf der Strecke. Doch man kann aus der Bearbeitung auch viel über das Original lernen: Neben der zielstrebigen Dynamik, die viele in die Noten legen, kann ein Solo-Interpret auch das darunter brodelnde Innenleben des Werks entfalten, agiert er doch schon in der Tempogestaltung viel flexibler als ein Ensemble. In der Darstellung der Originalpartitur zusammen mit dem kongenial klangseligen Amati-Quartett kann Tsachor denn auch einiges von dieser romantischen Freiheit herüberretten.

Stefan Heßbrüggen, 31.01.1997



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Sanfter Umbruch: Die Jahre als Kapellmeister beim Fürsten Ésterhazy weiß Joseph Haydn als Experimentierfeld zu nutzen. Das zeigen nicht nur seine fast planvollen Erprobungen im Bereich der Sinfonie, deren weltweit geschätzter Könner er werden wird, sondern auch die solistischen Einsätze und in diesen Jahren entstandenen Solokonzerte. Wie auch Mozart kannte Haydn die Solisten, für die er schrieb alle persönlich, es waren meist seine Kollegen in der Hofkapelle. Die beiden überlieferten […] mehr


Abo

Top