Responsive image
Peter Iljitsch Tschaikowski

Lieder

Lina Mkrtchyan, Jewgenij Talisman

Opus 111/Helikon OPS 30-219
(74 Min., 2/1998) 1 CD

Die Hingabe, mit der sich Lina Mkrtchyan Tschaikowskis düsterer Romanzen annimmt, ist fast bedrückend intensiv. Der armenischen Altistin steht eine Stimme zur Verfügung, die nicht nur einen phänomenalen Umfang besitzt, sondern auch an schwarzem (oder soll man sagen: blutrotem?) Timbre kaum zu überbieten ist. An Ausbruchskraft wie an Hellhörigkeit in den verhaltenen Ausdrucksregionen steht ihr Jewgenij Talisman am Klavier in nichts nach.
Und dennoch oder gerade deswegen: Zuviel Tiefgang, zumal in dieser Anhäufung, wirkt deprimierend. Jedenfalls tut eine kleine Aufhellung ohne Tragik, Einsamkeit und Erlösungssehnsucht, wie etwa Tolstois “Vorfrühling”, durchaus gut.

Christoph Braun, 31.05.1998



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

13 Sekunden! Keine Sekunde mehr oder weniger erfreut sich der Hörer an Ludwig van Beethovens Bagatelle op. 119 Nr. 10. Und diese Episode deutet schon auf das entscheidende Schlagwort der neuen Beethoven-CD von Kilian Herold (Klarinette), Peter-Philipp Staemmler (Violoncello) und Hansjacob Staemmler (Klavier) hin, das da lautet: Kurzweiligkeit. „Composing Beethoven“ präsentiert freilich keine Stangenware, sondern ein klug konzipiertes Album, das originale Werke des Geburtstagskindes mit […] mehr »


Top