Responsive image
Samuel Barber

Violinkonzert, Cellokonzert, Capricorn-Konzert

Kyoko Takezawa, Steven Isserlis, Jacob Berg, Peter Bowman, Susan Slaughter, Saint Louis Symphony Orchestra, Leonard Slatkin

RCA/BMG 09026 68283 2
(65 Min.) 1 CD

Samuel Barber, der „Sonnyboy der amerikanischen Musik", hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihm Trends und das Streben nach kompositionstechnischer Aktualität nicht interessierten. Seine Werke sind von einem unverfälscht romantischen Geist getragen, passen eigentlich nicht so recht in unsere Zeit und schon gar nicht nach Amerika. Allen auf der vorliegenden CD versammelten Konzerten ist einprägsame Melodik und eine vollendete Einfühlung in die Charakteristika der Soloinstrumente gemeinsam. Vor allem das zu Recht berühmte Violinkonzert ist ein treffliches Beispiel dafür, wie sich auch im 20. Jahrhundert noch Melodien schreiben lassen, ohne in Kitsch zu verfallen. Wollte man an Barbers Werken unbedingt etwas kritisieren, so ließe sich vielleicht anmerken, dass ihre handwerkliche Meisterschaft gelegentlich höher zu bewerten ist als ihre Individualität. In der vorliegenden Aufnahme jedoch wird das nicht spürbar: Virtuosität, interpretatorische Kompetenz und ein lebendiges, transparentes Klangbild verbinden sich zu einem grundsympathischen Barber-Porträt.

Thomas Schulz, 31.03.1996



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Barockmusik für die Gegenwart aktualisieren? Ein kniffliges Unterfangen. Doch wenn sich einer bzw. eine mit heiklen Crossover-Begegnungen auskennt, dann die Klassik-Band „Spark“, die schon mit ihrem letzten Alt-trifft-auf-Neu-Album „On the Danceflor“ einiges gewagt und sicher auch den ein oder anderen Klassikfreund verschreckt hatte. Nun hat sich Spark also die Barockmusik für einen frischen Anstrich vorgenommen – und möchte mit dem Album „Be Baroque!“ Stimmungen verstärken […] mehr »


Top