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Clifford Brown and Max Roach

Clifford Brown, Max Roach

Verve/Universal Jazz 314 543 306-2
(66 Min., 8/1954, 2/1955) 1 CD

Als der erst fünfundzwanzig Jahre alte Trompeter Clifford Brown 1956 bei einem Autounfall ums Leben kam, fand die Karriere von einem der vollkommensten Trompeter, die der moderne Jazz je hatte, ein jähes Ende. Gleichzeitig bedeutete dies auch das Ende jener Band, die mit ungeheurem Feuer und ebenso unbedingtem Formwillen und intellektueller Disziplin dabei war, dem schwarzen Bebop-Erbe die Führung im Jazz zurückzuerobern, was die Hervorbringungen des West Coast Jazz als blutleere Spielereien erscheinen ließ.
Neben Brown, dessen gestochen scharf artikulierten Attacken sich stets der ebenso melodischen wie harmonischen Stimmigkeit unterordneten, bestimmte das Schlagzeugspiel des Co-Leaders Max Roach die Musik. Vorwärtstreibend, gewitzt kommentierend, Bläserphrasen vollendend und in den Soli von formstrenger Klangmelodik und Harmonie, hob er das Schlagzeugspiel auf ein nie dagewesenes ästhetisches Niveau. Mit dem eher traditionellen Saxofonisten Harold Land und dem vermittelnden Pianisten Richie Powell, ebenfalls Opfer des Verkehrsunfalls, war dies eine Working Band, der einfach alles gelang. Jetzt ist sie wieder zu hören.

Thomas Fitterling, 11.05.2000



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