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Circle

Andy Herrmann

Jazz4Ever/SunnyMoon J4E 3773
(68 Min., 7/2004, 9/2004) 1 CD

Der Pianist Andy Herrmann ist ein musicians’ musician in ganz besonderer Weise. Mit seinen vierzig Jahren ist ihm bisher der große Durchbruch versagt geblieben, dabei preisen so prominente Musikerkollegen wie Randy Brecker und George Gruntz die kompositorische und improvisatorische Gestaltungskraft und die feinsinnige Einfühlungsfähigkeit des hauptsächlich in der Schweiz tätigen Musikers in schwärmerischen Tönen. Dort ist er als Hochschullehrer am Werdegang junger Musiker maßgeblich beteiligt. Als Teenager spielte er im schwäbischen Oberland Rock und Funk mit dem Schlagzeuger Matthias Daneck. Ein Vierteljahrhundert später legt er nun im Trio mit eben diesem Schlagzeuger und Henning Sieverts am Bass eine herrlich unaufgeregte und äußerst feinsinnige CD vor. Auf ihr ist nachzuhören, wovon Randy Brecker und George Gruntz schwärmen. Das Programm besteht ausschließlich aus Herrmann-Kompositionen. Die sind der aktuellen Klaviertriomusik verpflichtet, versagen sich aber die oft so angesagten selbstgefälligen Schwelgereien, spielen dafür lieber mit subtilen rhythmischen Verschiebungen und fein ziselierter harmonischer Raffinesse – und ganz im Sinne des Albumtitels vollzieht sich das Triogeschehen nicht in einem hierarchischen Dreieck, sondern die Energieströme führen, durch intelligente Arrangements geleitet, zu gerundeter Stimmigkeit, die stets den Ausgangsimpuls der Themen respektiert. Wie gesagt, herrlich unaufgeregt ist diese Musik eines Klangästheten am Klavier, dafür aber ist sie bei genauem Hören umso bestechender.

Thomas Fitterling, 03.08.2005



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