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Hans-Jürgen von Bose

Symbolum, ... im Wind gesprochen, Labyrinth I

Christoph Bossert u.a., Junges Philharmonisches Orchester Stuttgart, Manfred Schreier

Wergo/SMD WER 6523-2
(78 Min.) 1 CD

In einem Interview anlässlich der Uraufführung seiner Oper „Schlachthof 5“ bekrittelte der Münchner Komponist Hans-Jürgen von Bose die „Gaga-Welt der Neuen Musik“ und forderte ein stärkeres Zugehen aufs Publikum. Das sind deutliche Worte, an denen Boses eigene Musik gemessen werden will. Zumindest die auf der aktuellen Wergo-CD versammelten Stücke bieten aber vorwiegend Neue-Musik-Mainstream deutscher Prägung. Tiefer Ernst und fäusteschüttelnde Rhetorik bestimmen das Bild; Elemente der Musik Reimanns, Nonos und Bernd Alois Zimmermanns sind von Bose gekonnt nachempfunden, ohne jedoch eine abgerundete Physiognomie zu ergeben. Die Stücke stammen alle aus den achtziger Jahren; vielleicht hätte die Einbeziehung eines neueren Werks ein abwechlungsreicheres Porträt des Komponisten ergeben.

Thomas Schulz, 31.05.1996



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