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Ottorino Respighi, Gioachino Rossini u.a.

Rom-Trilogie u.a.

NBC Symphony Orchestra, Arturo Toscanini

RCA/BMG 74321 72374 2
(127 Min., 1949 - 1953) 2 CDs

Stereo ist nicht alles, und auch die qualitätsheischende DDD-Markierung sagt nicht das Geringste darüber aus, welcher Hörgenuss zu erwarten ist, wenn man die betreffende Platte in den CD-Spieler schiebt. Die Veröffentlichung dieser Toscanini-Aufnahmen (entstanden in der Carnegie Hall) ist ein Lehrbeispiel dafür: Die Einspielungen entstanden in der Mono-Zeit - und doch kann diese Interpretation von Ottorino Respighis Rom-Trilogie (Pinien, Brunnen und Feste von Rom) auch heute noch als Referenzeinspielung gelten. Toscanini braucht keine raffinierte Aufnahmetechnik, um diesen - an aufwendige Filmmusik erinnernden - Partituren Dreidimensionalität zu verleihen. Allein die unter seinem Diktat so unglaublich diamantenscharf geschliffene Orchesterdisziplin beschwört den vielfarbigen Rundgang durch das antike, das christliche und das moderne Rom herauf.
Natürlich ist Toscanini hier in seinem Element: Er war mit Respighi eng befreundet und hat sich bereits früh für dessen Werke eingesetzt. Dass er nicht nur ein Pionier dieses Repertoires war, sondern für dessen Pflege auch wirkliche Maßstäbe setzte, kann man hier nun erleben: Schon früh hat er ein Maximum an Modernität und grellen Farben aus den Stücken herausgeholt, wo sogar heutige Pultstars lieber mit Weichspüler auf Nummer sicher gehen.
Vor diesem Hintergrund wirkt die zweite CD mit Orchesterstücken aus Opern italienischer Meister wie eine lange - aber durchaus - willkommene - Zugabe. Am 14. April 1950, als Toscanini Rossinis launige Ouvertüre zur "Italienerin in Algier" dirigierte, waren leider ein paar der notorischen Huster im Saal, die man auch aus heutigen Konzerten kennt. Sie stören ein wenig das auf beiden CDs rauschfreie und sehr gute Remastering.

Oliver Buslau, 25.05.2000



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