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Diverse

Michael Rabin - Die frühen Jahre

Michael Rabin, Ossy Renardy

Masterworks Heritage/Sony MHK 60894
(78 Min., 1938, 1939, 1950 - 1953) 1 CD

An dieser CD darf kein Violin-Liebhaber vorbei! Michael Rabin (1936–1972) und Ossy Renardy (1920–1953) gehören zu den kaum mehr wahrgenommen, aber von Kennern hoch geschätzten Geigern. Itzhak Perlman widmete seine Einspielung der Paganini-Capricen nicht ohne Grund Michael Rabin!
Einige aus der Auswahl von elf Paganini-Capricen – 1950 vom blutjungen Rabin eingespielt – sind in der Kombination von technischer Perfektion, Geschmack und Klangsinn geradezu umwerfend. Nováčeks und Paganinis Perpetuum mobiles erfahren so sorgfältige Binnenstrukturierung und Gestaltung noch am Einzelton, dass sie nicht zu geistlosen Parforce-Touren degradiert werden. Diese Stichworte gelten auch für die weiteren Kleinkunst-Stücke, die ursprünglich auf drei, von Sammlern wie ihre Augäpfel gehüteten 25-cm-LPs verteilt waren.
Ossy Renardys früheste Aufnahmen (mit fünf Stücken von Sarasate und Paganini) repräsentieren ihn noch nicht auf eigentlicher Höhe. Als einer der großen Einzelgänger spielte er 1940 – meines Wissens als Erster – alle vierundzwanzig Capricen von Paganini ein (mit Ferdinand Davids Klavierbegleitung). 1953 vertraute er dieses Kompendium (als letzte Aufnahme vor seinem tödlichen Autounfall) nochmals dem Diskus an. Dazwischen liegen Jahre größter Erfolge und der Partnerschaft mit dem Pianisten Eugene List.

Wolfgang Wendel, 31.05.1999



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