home

N° 1272
24. - 30.09.2022

nächste Aktualisierung
am 01.10.2022



Responsive image
Max Bruch, Pablo de Sarasate

Violinkonzerte Nr. 1 und 3, Navarra

Chloë Hanslip, London Symphony Orchestra, Martyn Brabbins u.a.

Teldec/Warner Classics 0927-45664-2
(70 Min.) 1 CD

Wenn man das Gewicht des Bielefelder Kataloges vor Augen hat, schleicht sich unwillkürlich die Frage ein, was denn noch zum x-ten Male aufgenommen werden soll. Da ist man schon erleichtert, wenn man neben Bruchs g-Moll-Konzert auch einmal dessen Violinkonzert Nr. 3 d-Moll auf dem Cover entdeckt. Die knapp achtzigjährige Ida Händel spielte das Konzert erst kürzlich auf dem Podium. Trotz aller altersbedingten Einschränkungen dominierte ihre Fähigkeit der Gestaltgebung so überzeugend, dass ihr das Publikum "nicht enden wollend" frenetisch applaudierte.
Die Darbietung der fünfzehnjährigen Chloë Hanslip wird bestimmt durch heute übliche Perfektion und unausgesetzt leuchtenden Ton. "Heute übliche Perfektion" - dass eine Fünfzehnjährige darüber verfügt, verdient Hochachtung. Dass sie Chancen bekommt, kann man ihr nur wünschen. Mehr sollte man in die vorliegende Aufnahme auch nicht hineinsehen.
Hanslips Bruch bleibt - und zwar bei beiden Konzerten - nichtssagend "schön". Man merkt die Bringschuld von Minute zu Minute mehr. Sarasates Navarra dagegen ist kurz genug und lebt auch so sehr von Oberflächenreizen, dass man nach Chloë Hanslips und Mikhail Ovrutskys geigerischem Feuerwerk mehr in dieser Richtung hören möchte.

Wolfgang Wendel, 14.11.2002



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Eigentlich plante Gustav Holst eine Pianistenkarriere, eine Nervenentzündung im rechten Arm zwang ihn jedoch dazu, sich umzuorientieren. So wandte er sich der Komposition zu und begann ein Kontrapunktstudium in Oxford. Sein Kollege Ralph Vaughan Williams hatte bereits zwei Jahre in London studiert und war anschließend nach Cambridge gegangen. 1895 trafen sich schließlich beide am Londoner Royal College of Music, daraus entstand eine der dauerhaftesten Freundschaften in der britischen […] mehr


Abo

Top