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N° 1290
28.01. - 03.02.2023

nächste Aktualisierung
am 04.02.2023



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Giuseppe Verdi

Falstaff

Giuseppe Valdengo, Teresa Stich-Randall, Herva Nelli, Nan Merriman, Cloe Elmo, Frank Guarrera, NBC Symphony Orchestra, Arturo Toscanini

RCA/BMG GD 60251/2
(1950) Komponiert: 1890-92, Uraufführung: 1893 in Mailand; ADD

"Tutto nel mundo è burla", sagt am Ende der vielfach genasführte Sir John Falstaff - als habe er die abgeklärte Weisheit des alternden Verdi mit Löffeln gegessen. "Alles in der Welt ist Narrheit", ein wirkliches Durcheinander, ein Kreisel, der sich dreht in oft aberwitziger Geschwindigkeit: So dirigiert auch Arturo Toscanini Giuseppe Verdis späteste musikdramatische Hinterlassenschaft. Seine Einspielung dürfte mit ihren oft geradezu irren Tempi und pointierten artikulatorischen Vorgaben die Streicher des NBC-Orchesters hart an die Grenze zur Verzweiflung getrieben haben.
Doch Toscanini spult das Geschehen um den erfolglosen Filou Falstaff und das hier herrlich spielfreudig intrigierende Frauen-Trio nicht nur ab als einen Reigen bunt schillernder und überaus witziger Bühnen-Ereignisse. Zwischendurch hält er immer wieder inne, um vor allem die wechselnden Befindlichkeiten des Titelhelden wie durch ein Vergrößerungsglas zu betrachten. Giuseppe Valdengo gibt den Falstaff als eine Figur, die hier der Opera buffa gleichsam von Takt zu Takt immer weiter entwächst. Die Aufnahme von 1950 ist trotz verbliebenen Bandrauschens von einer Präsenz, von der manche neuere Einspielungen nur träumen können.

Susanne Benda, 01.12.1999



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