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Esperanza

Esperanza Spalding

Heads Up/in-akustik 0813140
(68 Min.) 1 CD

Sie hat Talent. Sie ist jung. Und ihre Haare wuscheln im Afrolook. Esperanza Spalding erfüllt damit wichtige Voraussetzungen, um als neue große junge Dame ins internationale Geschäft geschickt zu werden, zumal sie noch ordentlich singt – wobei ihr hier manchmal die Töne wegrutschen und sie weitaus weniger intonationssicher wirkt als auf ihrem Hauptinstrument, dem Kontrabass. Die meisten Stücke hat Esperanza Spalding selbst geschrieben, und die eher belanglosen Texte ebenfalls. Interessanter als die Worte ist ohnehin, wie Esperanza Spalding mit wechselnden kleinen Besetzungen einen fülligen Gesamtklang schafft. Und dies nötigt Respekt ab. Sie selbst konzentriert sich auf einprägsame, groovende Bassfiguren, die am Mischpult mit Volumen und sonorer Tiefe versehen und zudem weit nach vorn gemischt werden. Dank des exzellenten Schlagzeugers Otis Brown und des effektiven Pianisten Leo Genovese erreicht die kleine Band im Mix fast orchestrale Wirkung, obwohl sie realiter recht sparsam agieren. Hin und wieder kommen noch Gäste wie der Flamencogitarrist Nino Josele oder der Saxofonist Donald Harrison und der Trompeter Ambrose Akinmusire dazu – je nach Stimmung und Rhythmik, wobei Esperanza Spalding vor allem auf Latin- und Brazilrhythmen sowie die von Soul und Funk beeinflusste Fusion zurückgreift. Auch dies gibt ihrer Musik Kraft und Energie und macht sie zu einem angenehmen Hintergrundbegleiter.

Werner Stiefele, 06.06.2008



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