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So Together

Triband

Herzog Records/Edel 0901013HER
(64 Min., 2008) 1 CD

In den Sechzigern hat die Sängerin Julie Driscoll mit Brian Augers Trinity eine Tradition von Popsongs mit Jazzeinflüssen begründet. Für die Post-Hip-Hop-Generation knüpfen Sandie Wollasch und die Triband an diese Tradition an – selbstverständlich innerhalb der heutigen Klangwelt, also mit klatschenden Schlagzeugbeats, tiefenbetonten Bässen und aus einer Bandbreite zwischen Chet Bakers gehauchten Trompetenklängen und Liedermacher-Gitarre geschöpften Klängen. Durch Filter auf ein schmales, kühles Frequenzspektrum getrimmt, artikuliert Wollasch mit perfektem Groove, wobei sie mit kleinmädchenhaften Klischees kokettiert. Dabei erhebt sich ihre Stimme kaum über die Band; sie ist Bestandteil des Ensembles und nicht eine gesondert herausgestellte Solistin.
Gelegentlich eingestreute Streicher-, Saxofon- und Blechbläserklänge sorgen für zusätzliche Abwechslung in der ohnehin schon spannend angelegten Grundierung durch den Drummer Tommy Baldu, den Bassisten Michael Paucker und den Trompeter, Keyboarder und Mastermind Sebastian Studnitzky. Im Grunde holt Triband in den Pop zurück, was das Trio e.s.t. dem Jazz gegeben hat. Doch damit ragen sie musikalisch weit aus den gängigen Popproduktionen heraus und schaffen im Grenzland zwischen den Genres eine ungewöhnliche, spannende und unverwechselbare Klangwelt.

Werner Stiefele, 13.03.2009



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