Responsive image
Georg Friedrich Händel

Love and Madness – Arien

Johannette Zomer, Bart Schneemann, Musica Amphion, Pieter-Jan Belder

Channel Classics/harmonia mundi CCS 29209
(74 Min., 9/2008) 1 CD

Das Händel-Jahr 2009, an Solo-Rezitals mit der Musik des Jubilars nicht eben arm, klingt aus mit einer Arien-Anthologie der besonders packenden Art: Johannette Zomer und Bart Schneemann haben in den Opern und Kantaten des Sachsen speziell nach Nummern für Sopran und Oboe gesucht – und sind dabei glücklich fündig geworden. Das atemberaubend furiose "Morirò" der Medea aus "Teseo" oder "Languia di bocca lusinghiera" aus einem Kantatenfragment sind wirklich hörenswerte Nummern auch noch nach einem akustisch fordernden Händel-Jahr. Erfreulich ist, dass Johannette Zomer, die in früheren Veröffentlichungen nicht gerade durch extensive Wort-Ton-basierte Aussagekraft auffiel, sich offenbar durch die intensive Zusammenarbeit mit dem hochexpliziten Bart Schneemann zu einer für ihre Verhältnisse geradezu überbordenden Expressivität inspirieren ließ: Oboe und Sopran dialogisieren wirklich aufs Vielfältigste miteinander und stacheln sich gegenseitig zu musikalisch-rhetorischen Höchstleistungen an. Dies alles geschieht vor dem idealen Hintergrund einer nahezu perfekt daherkommenden orchestralen Ebene, geboten durch die großartigen Musiker des Ensembles "Musica Amphion" mit ihrem Leiter Pieter-Jan Belder als Continuoorganisten bzw. -cembalisten. Ein Erlebnis.

Michael Wersin, 13.02.2010



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Olivier Messiaens Turangalîla-Sinfonie zählt ohne Zweifel zu den eindrücklichsten und gewaltigsten Monumenten der Sinfonik des 20. Jahrhunderts. Dieses mit 80 Minuten überlange Monstrum von Sinfonie spielt man nicht ohne Weiteres – weder live im Konzertsaal, noch auf CD ein. Und so war es durchaus ein Ereignis, als das Mannheimer-Nationaltheaterorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Alexander Soddy diesen Meilenstein in Prä-Corona-Zeiten dank Spendenunterstützung als […] mehr »


Top