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Playground

Manu Katché

ECM/Universal 6025 173 7321
(70 Min., 1/2007)

"Wenn ich Jazz spiele, werde ich als ’Rock-Drummer’ bezeichnet. Wenn ich aber bei Rock-Projekten mitmache, nennen mich die Kritiker ’Jazz-Schlagzeuger’", sagt Manu Katché. Aber warum sich festlegen? Der Franzose, der in der Vergangenheit u. a. für Joni Mitchell, Sting oder Peter Gabriel tätig war, hat einen angenehmen Platz zwischen den Stühlen gefunden. Das weiß man spätestens seit seiner hervorragenden Veröffentlichung "Neighbourhood", die ihm 2005 viel Lob und den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik einbrachte.
Mit "Playground" verfolgt Katché erneut den einmal so erfolgreich beschrittenen Weg. Allerdings mit gewissen Modifikationen. Während dem Schlagzeuger mit Marcin Wasilewski (Klavier) und Slawomir Kurkiewicz (Bass) wieder die bewährten Rhythmusgruppen-Partner von "Neighbourhood" zur Seite stehen, hat sich etwas an der Melodiesektion-Front verändert. Anstelle von Jan Garbarek und Tomasz Stanko spielen nun die beiden – vergleichsweise blasseren – Norweger Trygve Seim (Saxofon) und Mathias Eick (Trompete) Katchés einfache Themen. Die klingen stellenweise mal nach Cindy Laupers "Time After Time" ("Lo"), mal nach Grönemeyers "Mensch" ("Song For Her"), mal wie eine Schlaftabletten-Version von "Cherokee" ("Clubbing"). Das ist alles recht süffig, manchmal hervorragend (vor allem, wenn Pianist Wasilewski soliert), aber zuweilen auch gefällig-nichtssagend. Da ist das Kissen zwischen den Stühlen dann doch zu bequem.

Josef Engels, 01.01.1970



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