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N° 1220
25.09. - 01.10.2021

nächste Aktualisierung
am 02.10.2021



Wohlklang ohne Ende: Die Oboe ist ja an sich schon ein faszinierend schön timbriertes Instrument. Unter Albrecht Mayers Händen ist sie das noch einmal ganz im Besonderen – und hinzu kommt auf dieser CD ein Repertoire, von dem auch der Liebhaber möglichst unproblematischer Klassik nicht das Geringste zu befürchten hat. Das reich bebilderte Beiheft quillt nicht gerade über vor weiterführenden Informationen: Im dreiseitigen Interview mit Mayer erfährt der Leser nicht das Geringste über die mehr oder weniger unbekannten Meister, deren Werke sich in diesem Programm um Schumanns berühmte Romanzen op. 94 gruppieren.
Wie gut, dass die präsentierten Stücke tatsächlich interessant sind und dass Mayer mit dem hervorragenden Pianisten Markus Becker, der Hornistin Marie-Louise Neunecker und der Bratschistin Tabea Zimmermann eine Künstlerriege ums ich schart, die seiner eigenen interpretatorischen Leistung den passenden Rahmen gibt. August Klughardts „Schilflieder“ für Oboe, Viola und Klavier, fünf von Lenau-Gedichten inspirierte Fantasiestücke, sind eine echte Repertoirebereicherung. Im Vergleich mit dem Trio für Oboe, Horn und Klavier von Heinrich von Herzogenberg, der fast dieselben Lebensdaten hat, zeigt sich, wie breit das stilistische Spektrum in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war: bei Klughardt spätromantisches Drängen mit Anklängen an Fauré, bei Herzogenberg eine eher klassizistische Haltung. Es gibt also auch für den Klassik-Kenner noch einiges zu entdecken auf dieser CD.

Michael Wersin, 03.03.2012



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