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Surely

Makiko Hirabayashi

Yellowbird/Soulfood YEB 7738
(51 Min., 4/2013)

Peter Rüedi spekulierte einmal, ob es nicht doch ein spezifisch weibliches Timing gebe. Die Zusammenarbeit der in Dänemark lebenden, japanischen Pianistin Makiko Hirabayashi mit Marilyn Mazur, der Grande Dame des Schlagwerks auf diesem Trio-Album, ruft diese Spekulationen in Erinnerung. Die Musik bezieht sich trotz einiger klassischen, fernöstlichen und skandinavischen Bezüge eindeutig auf das Jazzklaviertrio-Erbe der blauen Noten; acht Titel stammen von der Pianistin, drei von Mazur und zwei entstanden in Zusammenarbeit mit dem Kontrabassisten des Ensembles, Klavs Hovman.
Es ist eine fast zarte Wärme um diese Musik – gerade auch da, wo sie kräftig groovt. Das gilt nicht nur für die griffige Melodik und feinsinnige Harmonik des Klaviers; jeder Schlag der begnadeten Marilyn Mazur ist von hellem Licht durchstrahlt. Sie spielt hier neben Gongs, Stabspielen und anderen Perkussionsinstrumenten vor allem das klassische Drumset. An diesem Instrument erweist sie sich als Meisterin der delikaten und doch knackigen rhythmischen Vielschichtigkeit, und ihr Anschlag auf den Becken ist von einer Subtilität, die die Sonne über den kongenial mit dem Klavier verzahnten Exkursen aufgehen lässt. Leichtfüßig tanzen die ungeraden Rhythmen, und der Kontrabass vermittelt geerdet zwischen den Energieströmen der Damen. Das ist fast durchgängig berückend; wären da nicht zwei Tracks, auf denen die Stimme der Schlagzeugerin die Melodie vorträgt. Dieses schräg-raue Timbre muss man schon mögen – wer es tut, füge den fünften Notenpunkt hinzu.

Thomas Fitterling, 25.01.2014



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