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In Between

Tobias Meinhart Quartet

Double Moon/New Artists International DMCHR71136
(46 Min.)

„Planes“ heißt eine der Kompositionen von Tobias Meinhart, die er auf der inzwischen dritten CD seines Quartetts präsentiert. Und, ja: Mit Flugzeugen dürfte sich der zwischen seiner Geburtsstadt Regensburg, seinem Studienort Basel und seinem Zweitwohnsitz New York unermüdlich pendelnde Tenor- und Sopransaxofonist tatsächlich bestens auskennen. Das ständige Auf-dem-Weg-Sein bestimmt auch die Musik des jungen Bayern auf „In Between“. Von Hektik ist da allerdings keine Spur.
Meinhart, der mit einem warmen, matten Saxofonton gesegnet ist, bewegt sich konzentriert zwischen den verschiedenen Welten. Poppiges und Freies steht neben Bewährtem wie der Standardinterpretation „I'll Be Seeing You“ im Duo-Verbund mit Pianist Lorenz Kellhuber.
Meinhart denkt orchestral und in langen verführerischen Melodiebögen wie Maria Schneider, nur braucht er dafür keine Großformation. Geschickt erweitert er den Klang seines Quartetts in den Stücken „In Between“, „Fly“, „Rising“ oder „Don't Blow Up The Planet“ mit dem Einsatz nonverbaler Gesangslinien der Vokalisten Tobias Christl, Emilia Taubic und Camila Meza, was seinen Kompositionen eine zusätzliche schwebende Dimension verleiht.
Neben Schneider scheint es noch einen weiteren dominanten Bezugspunkt für den Saxofonisten und seine drei Mitinstrumentalisten zu geben: Vor allem bei „Planes“ zeigt sich deutlich der Einfluss von Wayne Shorter und seinem aktuellen Quartett. Meinhart, Kellhuber, Bassist Rocky Knauer und Schlagzeuger Gabriel Hahn agieren da ähnlich intuitiv und eigenwillig mit den Motiven arbeitend wie die großen Vorbilder. Keine Frage: Das deutsche Quartett ist bereit für den Take-off in eine verheißungsvolle Zukunft.

Josef Engels, 21.06.2014



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