home

N° 1290
28.01. - 03.02.2023

nächste Aktualisierung
am 04.02.2023



Responsive image
Wolfgang Amadeus Mozart

Krönungsmesse KV 317, Exsultate, jubilate KV 165, Vesperae solennes de Confessore KV 339

Donna Brown, Claudia Schubert, Marcus Ullmann, Klaus Häger, Gächinger Kantorei Stuttgart, Bach-Collegium Stuttgart, Helmuth Rilling

Hänssler/Naxos 98.395
(65 Min., 4/2001, 5/2001) 1 CD

Mozart hat seinen Salzburger Dienstherrn, den Erzbischof Colloredo zwar gehasst, aber er hat diese Abneigung nicht an der Musik ausgelassen, die er für die erzbischöflichen Gottesdienste schrieb. Im Gegenteil: In der in vielen Teilen immer noch unterschätzten Kirchenmusik Mozarts sind herrliche Juwelen verborgen, und um so schöner ist es, wenn man eine Aufnahme in die Hände bekommt, in der diese Juwelen besonders glänzen.
Helmuth Rilling stellt mit scharfen Akzenten und zügigen Tempi die repräsentative Seite dieser Werke in den Vordergrund; er füllt barocke marmorne Kirchenräume und sucht in dieser Musik nicht nach jenseitig Verklärtem. Das gilt auch für die großen, cantablen Sopranpassagen, von denen es in diesen Werken viele gibt: So zum Beispiel im "Agnus Dei" der "Krönungsmesse", im "Tu Virginium" des "Exsultate" und im "Laudate Dominum" der "Vesperab e" - beides veritable Opernarien, in die Mozart seine damals noch so gut wie unerfüllte Liebe zum Musiktheater legte.
Viele Dirigenten haben gerade diese Passagen in Watte gepackt. Nicht so Rilling: Er lässt die Oper wirklich Oper sein. Donna Brown entpuppt sich als der Star dieser CD, aber die anderen Solisten sind auch nicht ohne: Angetan hat es mir besonders Marcus Ullmann, dessen heller Tenor frappierend an die Stimme des jungen Peter Schreier erinnert.

Oliver Buslau, 17.01.2002



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Auf Anregung seines Lehrers Carl Friedrich Zelter schrieb der blutjunge Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von 12 bis 14 Jahren zwölf Streichersinfonien im Zeitraum von 1821 bis 1823. Diese Werke bildeten sein Übungs- und Experimentierterrain für den musikalischen Satz, die Instrumentation und die sinfonische Form. Mendelssohn überschrieb die Stücke, die er mal mit drei und mal mit vier Sätzen gestaltete, wechselweise mit „Sinfonia“ oder „Sonata“. In ihnen fand die […] mehr


Abo

Top