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Eleven Things To Say

Jonas Winterhalter Big Band

Neuklang/in-akustik 0584162
(70 Min., 10/2016)

Alle Achtung! Mit seiner Debüt-CD entpuppt sich der Trompeter Jonas Winterhalter als ausgebuffter Arrangeur und Komponist. Elf Dinge will uns der Endzwanziger aus Freiburg sagen. Welche? Nun, seine Debüt-CD umfasst elf Titel, wovon er vier mit Worten belegt: „Hones Hypocrisy“, „Kathmandu“, „Sya’u Kera“ und „Grateful“. Die anderen sind mit „One“, „Two“, „Three“, „Five“, „Six“, „Ten“ und „Eleven“ nummeriert. In „One“ erkundet er zunächst einmal Harmonien und Klangfarben, bevor er seine achtzehnköpfige Bigband in bedächtige Grooves versetzt. Frisch und frech spielen die jungen Musiker auf, mal mit Rückgriffen auf die Rhythmen des HipHop, mal mit rockender Kraft, mal latinisiert, mal balladesk, mal mit 50er Jahre Swing, mal im Stil der Post-Free- Avantgarde der 1970er Jahre, mal funky. Bei all dem zeigt Winterhalter ein feines Gespür für Klangfarben, für den Kontrast zwischen den wohligen Tiefen einer Tuba und den hohen, spitzen Lagen, zwischen scharf akzentuierten Passagen und getragener Melancholie. Knapp und prägnant sitzen die Tutti seiner Bläser, und die Solisten bringen – gleichgültig, ob sie die Rhythmusgruppe allein oder mehrstimmige Bläserarrangements begleiten – hoch konzentrierte Beiträge ins Geschehen. So breit das stilistische Spektrum, aus dem sich Winterhalter bedient, auch sein mag: Er schafft es, daraus einen eindeutigen Sound seiner Bigband zu formen. Wow, dieser Mann hat mehr als nur elf Dinge zu sagen.

Werner Stiefele, 13.05.2017



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