home

N° 1253
14. - 20.05.2022

nächste Aktualisierung
am 21.05.2022



Startseite · Klang · Boulevard

Joyce & Tony (c) Simon Jay Price/Warner Classics

Boulevard

Ein Schuss Jazz, eine Prise Film, ein Löffel Leichtigkeit: Bunte Klassik

Dialoge von Alt und Neu

Wer hätte sich das vor einigen Jahrzehnten noch träumen lassen: Ligetis experimentelles „Poème symphonique“ für 100 Metronome zusammen mit Musik von den Beatles, der Gruppe R.E.M., Couperin und Britten auf einer CD! So weit fasst das britische Aurora Orchestra seine Programmgrenzen auf, dass dies alles unter einen thematischen Hut passt. Natürlich erklingt „Blackbird“ von Lennon/McCartney im farbigen Orchester-Klanggewand, und auch „I’ve Been High“ von R.E.M. wird in der Interpretation des Tenors Allan Clayton zu eine Ballade, die plötzlich ziemlich viel mit Brittens „Nocturne“ verbindet. Wer tief genug gräbt, findet immer gemeinsame Wurzeln …

Insomnia

Aurora Orchestra

Warner

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Nordischer Klang in Wien

Es war kein kühler Lufthauch, den man beim diesjährigen Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker im Schlosspark Schönbrunn spüren konnte, obwohl durchweg nordische Komponisten auf dem Programm standen. Rudolf Buchbinders Live-Version des Klavierkonzerts von Edvard Grieg geriet geradezu heißblütig und hochexpressiv. Mit Sibelius’ „Finlandia“, Griegs 1. „Peer-Gynt“-Suite und einer farbenflirrenden Orchestrierung von Sindings „Frühlingsrauschen“ sind wahre Hits dabei, mit Hans Christian Lumbyes naturalistischer Lokomotivenstudie „Kopenhagener Eisenbahn- Dampf-Galopp“ und Carl Nielsens „Maskarade Ouvertüre“ aber auch Kabinettstückchen.

Sommernachtskonzert 2015

Rudolf Buchbinder, Wiener Philharmoniker, Zubin Mehta

Sony

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Die Diva und der Star-Maestro

Antonio Pappano ist es als einer der gefragtesten Operndirigenten der Welt gewohnt, einer Diva das Wasser – pardon – die richtige Begleitmusik zu reichen. Gemeinsam mit Starmezzo Joyce DiDonato gelang ihm dies im September 2014 in London am Flügel. Wer dieses Konzert voller prickelnder Liveatmosphäre als „Liederabend“ bezeichnen sollte, liegt falsch. Was hier von Haydn über Rossini bis hin zu Musicalmeistern wie Irving Berlin oder Jerome Kern zelebriert ist, verdient eher die Bezeichnung „große Show“ – und das ganz ohne Orchester!

Joyce & Tony (Live From Wigmore Hall, 2 CDs)

Joyce DiDonato, Antonio Pappano

Warner

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Nachtmusik im Richtersound

Die Konzertversion sollen die Zuhörer liegend, gerne sogar im Schlaf erleben. Wie man das Album genießt, ist dagegen jedem selbst überlassen. Mit dem Album „From Sleep“ hat der britische Komponist Max Richter eine große Nachtmusik aus hypnotisch kreisenden Tracks geschaffen, die im Stil der Minimal Music in behutsamer Eindringlichkeit auf das Unterbewusstsein einströmen. Es ist so etwas wie der Soundtrack aus einem Schlaflabor, die Begleitmusik zu einer träumerischen Astralreise in entlegene Bewusstseinssphären oder ganz einfach eine klingende Feier des Schlafs, dem Richter nach eigenen Worten übrigens gerne frönt: „Wenn ich könnte, gerne 23 Stunden am Tag.“

From Sleep

Max Richter

DG/Universal

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Oliver Buslau, RONDO Ausgabe 4 / 2015



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Testgelände

Gundula Janowitz

Gruß vom Himmel

Zum 80. Geburtstag schenkt die Deutsche Grammophon dem Jahrhundert-Engel all ihre Aufnahmen in […]
zum Artikel

Pasticcio

Pakt mit dem Teufel

Am 23. September ist an der New Yorker MET die neue Saison eingeläutet worden. Doch ganz […]
zum Artikel


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Freiluftmusik: Es muss schon eine besondere Ehre sein, sich als erwählter Liebling eines gekrönten Hauptes zu fühlen. Richard Wagner könnte ein Lied davon singen, aber auch James Paisible. Sagt Ihnen nichts? Jacques oder James Paisible war ein Franzose und im Gefolge Robert Camberts nach England gekommen. Dieser war enttäuscht davon, dass ihn der Italiener Giovanni Battista Lulli (oder später: Lully) aus dem französischen Musikleben verdrängt hatte, wollte daraufhin mit ein paar […] mehr


Abo

Top