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Am 29. November wird im Londoner Sotheby’s kräftig der Auktionshammer geschwungen. Und welcher Musikfreund sich etwas Besonderes zu Weihnachten schenken lassen will, hat dazu jetzt die Möglichkeit. Unter den Autographen, Manuskripten und Briefen berühmter Komponisten findet sich etwa eine (ziemlich unleserliche) Postkarte von Brahms zum Anfangsgebot von schlappen 800 Pfund. Und einen echten Berlioz kann man schon für einen vierstelligen Betrag erwerben. So erschwinglich für den Wohlbetuchten aber auch eine Beethoven-Locke sowie Wagner- Briefe sein mögen – beim Spitzenlos sind ganz andere Scheckheftdimensionen gefragt. Schließlich soll das 232 Seiten umfassende Manuskript von Mahlers 2. Sinfonie für mindestens 3,5 Millionen Pfund den Besitzer wechseln. Dieses Kulturgut stammt aus dem Besitz des Anfang 2016 verstorbenen Dirigenten Gilbert Kaplan, der das Werk in den 1980er Jahren der Mengelberg-Stiftung abgekauft hatte.

Guido Fischer, RONDO Ausgabe 6 / 2016



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