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Lange hat es gedauert, bis in der New Yorker Met endlich auch schwarze Sänger und Sängerinnen auf der großen Opernbühne auftreten konnten. 1955 aber begeisterten hier erst Marian Anderson und kurz darauf Robert McFerrin (der Vater von Bobby McFerrin). Trotzdem brauchte es nun weitere 66 Jahre, bis nicht nur mit Camille A. Brown die erste schwarze Regisseurin die Gelegenheit bekam, eine Bühnenproduktion an der Met zu inszenieren. Zugleich gab Terence Blanchard als erster afroamerikanischer Komponist sein Opern-Debüt. „Fire Shut Up in My Bones“ lautet der Titel seines Stücks, mit dem nach langer Corona-Pause das Haus wiedereröffnet wurde. Die Leitung übernahm der musikalische Hausherr Yannick Nézet-Séguin. Und wie es sich für einen Musiker wie Blanchard gehört, der zudem ein begnadeter Jazz-Trompeter ist, erinnert er mit seiner Oper über so manche Gospelchöre auch an die Wurzeln des Jazz.

Reinhard Lemelle, RONDO Ausgabe 5 / 2021



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