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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



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Igor Strawinski, Nikolai Rimski-Korsakow, Robert Schumann u. a.

„Serge Diaghilev: Ballets Russes“

Philharmonia Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Georges Prêtre, Seiji Osawa u. a.

Warner Classics 9029647715
(1500 Min., 1926 - 2012) 22 CDs

Für leidenschaftliche Anhänger des Bühnentanzes führt an dieser umfangreichen Box kein Weg vorbei. Sie liefert gewissermaßen den Soundtrack zur Ära von Sergei Diaghilev, dem legendären Impresario der Ballets Russes. Pünktlich zum 150. Geburtstag Diaghilevs in diesem Frühjahr geben insgesamt 22 CDs einen detaillierten Überblick über die fulminante Erfolgsgeschichte der Tanztruppe, von ihrer ersten Saison 1909 bis zum Tod des charismatischen Gründers 1929. Neben Einspielungen von den Fünfzigerjahren bis heute kann man auch seltene historische Aufnahmen hören, etwa Igor Strawinskis „Le sacre du Printemps“ unter Leitung von Pierre Monteux, der schon die skandalträchtige Pariser Uraufführung 1913 dirigiert hatte. Das eigene Kopfkino wird sogleich in Gang gesetzt. Erklingt etwa Nikolai Rimski-Korsakows „Scheherazade“, tauchen vor dem inneren Auge Tänzer in den farbenprächtigen Kostümen von Léon Bakst auf. Neben Auftragswerken wie Strawinskis „Der Feuervogel“ und Erik Saties „Parade“ führte die Truppe auch Handlungsballette wie „Schwanensee “ oder eine Tanz-Pantomime zu Robert Schumanns orchestriertem Klavierzyklus „Carnaval“ auf. Bei Michel Fokines Ballett „Le Spectre de la Rose“ nach Musik von Carl Maria von Weber sieht man förmlich den Startänzer Vaslav Nijinsky vor sich. Die Box bietet einen breiten Überblick über große Aufnahmen dieses reichen Repertoires, etwa mit dem Philharmonia Orchestra unter Igor Markewitsch und Georges Prêtre, dem London Symphony Orchestra unter André Previn und Claudio Abbado, dem Chicago Symphony Orchestra mit Seiji Ozawa, den Osloer Philharmonikern mit Mariss Jansons oder den Berliner Philharmonikern mit Simon Rattle. Eine wahre Enzyklopädie der Ballettmusik!

Corina Kolbe, 16.04.2022



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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