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Jazzquartett

Café du Sport

Minor Music/In-Akustik MM 801096
(53 Min., 8/2000, 1/2001) 1 CD

Die Gewinner der "Hennessy Jazz Search" dürfen eine CD einspielen. Im Jahrgang 2000 trug die eben erst gegründete Kölner Band Café du Sport des Bassisten Christian von Kaphengst den eindeutigen Sieg davon. Für die Besetzung hat er sich an den von ihm favorisierten Quartettaufnahmen Paul Desmonds mit Jim Hall orientiert. Ohne deren Stil zu imitieren, nahm sich von Kaphengst die Leichtigkeit und Lässigkeit ihrer Musik zum Maßstab.
Das trendig olivgrüne Cover lässt - bar jeder Liner Notes - auf gesichtslose Clubmusik schließen. Doch weit gefehlt: Groovebetont gibt sich höchstens mal der Gitarrist Bruno Müller; der junge Hall konnte schließlich von Funk noch nichts wissen. Auf Klangexperimente wie in dem Titel "Tiefseetaucher" lässt sich der Saxofonist Frank Lauber ein, der mit viel Luft und nah am Mikro seine am coolen Bop der frühen Fünfziger geschulten, gern lang ausgehaltenen Töne bläst.
Der Leader bildet mit Schlagzeuger Guido May ein waches, aber nicht zu perfektes Rhythmusgespann, das in Kombination mit den Begleitakkorden Müllers Frank Lauber zu interessanten Saxofonlinien anregt. Doch auch als klassischer Jazzsolist in der Tradition von Grant Green oder Wes Montgomery kann sich Bruno Müller hören lassen. Diesem "Jazzquartett" kann man nur ein langes, erfolgreiches Wirken wünschen.

Mátyás Kiss, 03.01.2002



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