Responsive image

Luna Rossa

Quadro Nuevo

Minor Music/ARIS 801065
(58 Min., 8/1997) 1 CD

Liegt es am nahenden Ende des Jahrhunderts, daß die Nostalgiewelle so hohe Wogen schlägt? Jedenfalls spielen populäre Tanz- und Gesangsformen der Zeit zwischen den Weltkriegen eine zunehmende Rolle. Selbst das Akkordeon – ob seines Hafenspelunken-Images lange verpönt – kommt (über den Umweg des Bandoneons) wieder zu Ehren: Auf der vorliegenden CD entlockt Heinz-Ludger Jeromin dem Balg die traurigen Klänge. Für die rhythmischen Pointen beim "Quadro Nuevo" sorgen der Gitarrist Robert Wolf und der Bassist D. D. Lowka, das sanglich-jazzige Element steuert der Saxofonist Mulo Franzl bei, der sich eben erst durch ein gemeinsames Album mit dem hier gastierenden Mundharmonikaspieler William Galison profiliert hat ("Midnight Sun", Edition Collage). Gemeinsam spielen diese geborenen Musikanten mit Tango, Valse-Musette oder Flamenco auf und schwelgen in halbvergessenen Filmmelodien oder südlich gefühlsgeladenen Liebesliedern, deren Reiz man nur allzugern erliegt.

Mátyás Kiss, 31.01.1998



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Es gibt zwei Arten von Variationswerken. Die einen machen ganz banal ihrem Namen alle Ehre und variieren etwas, in der Regel eine Melodie. Die anderen gehen darüber hinaus. In die erste Kategorie fallen unter anderem auch Werke prominenter Jubiläumskomponisten, die man getrost in der Schublade lassen kann. In die zweite Kategorie fällt eher wenig. Als Igor Levit sich 2015 den großen pianistischen Variationswerken widmete, durften zwei natürlich nicht fehlen. Klar, Beethovens […] mehr »


Top