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Monk On Monk

T. S. Monk

N2K/In-Akustik N2KE-10017
(52 Min., 2/1997) 1 CD

Nach reiflicher Vorbereitung hat sich Thelonious Monks einziger, als “Little Rootie Tootie” verewigter Sohn Thelonious jr. an ein ganz seinem berühmten Vater gewidmetes Konzeptalbum gewagt: Fast alle Titel schrieb Monk-Vater für seine Familienangehörigen oder Freunde - seine Frau Nellie, seine Tochter Barbara (“Boo Boo”) oder seinen Bruder im Geiste, den Pianisten Bud Powell. Sogar eine unverkennbar monkische Ersteinspielung ist unter den Stücken, die T. S. Monk von seinem Trompeter und Arrangeur Don Sickler für eine zehnköpfige Band einrichten ließ, zu der immer wieder berühmte Gastsolisten hinzutraten - zu viele für eine Aufzählung hier.
Wichtiger für das Gelingen des Projekts scheint mir, wie nahe der seine Band äußerst flexibel befeuernde Schlagzeuger-Sohn dem Geist der Aufnahmen seines vor sechzehn Jahren verstorbenen Vaters bleibt; das zeigt die unmittelbare Konfrontation mit den “Originalen”. Aber auch die Stammbesetzung um Willie Williams und Bobby Porcelli (Saxofone), Howard Johnson (Tuba, Baritonsaxofon), Eddie Bert (Posaune) und Ronnie Mathews (Piano) stellt sich den noch immer haarigen Anforderungen, die ein Stück wie “Bright Mississippi” an sie stellt, so furchtlos, als hätte sie noch der Meister selbst inspiriert (was im Falle Berts sogar zutrifft).
Schön wäre es, wenn auch die weiteren im Nachlass aufgefundenen Stücke Monks die Ausgrabung lohnten und einen Anlass zur Fortsetzung dieser überaus willkommenen Form von Traditionspflege böten - und sei es auch in (äußerlich) bescheidenerem Rahmen. (Wer über einen entsprechend leistungsfähigen PC mit CD-ROM-Laufwerk verfügt, erhält übrigens auch Zugriff auf den optischen Anteil dieser CD.)

Mátyás Kiss, 28.02.1998



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