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The Hawk In Paris

Coleman Hawkins

RCA/BMG 74321 85152 2
(39 Min., 7/1956) 1 CD

Coleman Hawkins ist mit Paris bestens vertraut: Er hat als einer der ersten (zeitweiligen) "expatriates" immer wieder dort gastiert. Der Titel dieses Albums ist berechtigt, auch wenn es in New York entstand: Alle zwölf Stücke stehen eng mit Frankreich in Beziehung, beruhen auf Chansons oder Paris gewidmeten Standards. Und obwohl "April In Paris" eher beginnt wie eine etwas plüschige klassische Komposition, wird hier, Hawkins sei Dank, mehr als nur ordentlich gejazzt.
Dabei muss ich zugeben, dass die vier Titel im Big-Band-Sound sich deutlich besser gehalten haben als die mit Streichersoße und Harfenarpeggien verzuckerten übrigen Nummern. Der versierte Arrangeur Manny Albam, der auf dem Cover als Co-Leader genannt wird, hat da stellenweise des Guten zuviel getan.
Wie dem auch sei: Nach drei Minuten ist auch das kitschigste Arrangement vorüber, das dann auch weit weniger schlimm war als befürchtet: Der riesige, ebenso knorrige wie vibratoreiche Ton Hawkins' bläst binnen Sekunden alle Geschmacksbedenken beiseite.

Mátyás Kiss, 11.10.2001



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